Veranstaltung, Technologie

BĂŒndnis Medien fĂŒr Vielfalt / DiversitĂ€t zwischen Anspruch und Wirklichkeit /

21.05.2026 - 17:00:00 | presseportal.de

Berlin - Fachdiskussion in Berlin beleuchtet Fortschritte, Herausforderungen und konkrete Handlungsfelder fĂŒr mehr Vielfalt in Medien

BĂŒndnis Medien fĂŒr Vielfalt / DiversitĂ€t zwischen Anspruch und Wirklichkeit / - Foto: presseportal.de
BĂŒndnis Medien fĂŒr Vielfalt / "DiversitĂ€t zwischen Anspruch und Wirklichkeit" / - Foto: presseportal.de

Welche Fortschritte sind in den vergangenen Jahren erreicht worden, wenn es um mehr DiversitĂ€t in den Medien geht - und wo bestehen weiterhin LĂŒcken zwischen Intention und gelebter RealitĂ€t? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung "DiversitĂ€t: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit", zu der das BĂŒndnis "Medien fĂŒr Vielfalt" am 21. Mai 2026 in Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Medien, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenbrachte.

In einem gemeinsamen Statement bekannten sich die im BĂŒndnis "Medien fĂŒr Vielfalt" vertretenen MedienhĂ€user ausdrĂŒcklich zu ihrer Verantwortung, DiversitĂ€t in Gesellschaft und Medien nachhaltig zu stĂ€rken. In den vergangenen Jahren seien wichtige Fortschritte erzielt und Vielfalt stĂ€rker in Strukturen und Inhalten verankert worden. Gleichzeitig betonten die Partner, dass gerade in gesellschaftlich und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten DiversitĂ€t nicht aus dem Blick geraten dĂŒrfe. Es brauche weiterhin starke Stimmen fĂŒr Vielfalt, die Orientierung geben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Dieser Verantwortung seien sich die MedienhĂ€user bewusst und wĂŒrden sie auch kĂŒnftig aktiv wahrnehmen.

In seinem Grußwort betonte JĂŒrgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung fĂŒr die Belange von Menschen mit Behinderungen, die Bedeutung von Inklusion als Grundpfeiler unserer Demokratie. Er unterstrich die Notwenigkeit, DiversitĂ€tsstrategien mehrdimensional zu denken und strukturelle Barrieren konsequent abzubauen. Hierbei spielen die Medien, so Dusel, eine wichtige Rolle. Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt, ordnete die bisherigen AktivitĂ€ten des BĂŒndnisses ein und stellte die Leitfragen der Veranstaltung in den Kontext aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen.

In den Keynotes und folgenden GesprÀchsrunden wurde deutlich, dass DiversitÀt in ihren verschiedenen Dimensionen zunehmend als strategischer Erfolgsfaktor in Medienunternehmen verstanden wird. Cawa Younosi (Charta der Vielfalt e.V.) hob hervor, wie wichtig es ist, DiversitÀt verbindlich in Unternehmenskulturen zu verankern und als Innovationstreiber zu begreifen. Prof. Dr. Naika Foroutan (DeZIM) ergÀnzte im GesprÀch mit Moderatorin Paula Essam empirische Einblicke in die gesellschaftliche Entwicklung und zeigte sowohl Fortschritte als auch weiterhin bestehende strukturelle Defizite in der Teilhabe auf.

Prof. Dr. Lorenz Narku Laing (Vielfaltsprojekte GmbH) lenkte im Anschluss den Blick auf konkrete Herausforderungen und Potenziale diversitĂ€tsbewusster Mediengestaltung. Er stellte zentrale Kriterien auf den PrĂŒfstand und zeigte anhand von Best Practices auf, wie Medienangebote differenzierter und inklusiver gestaltet werden können.

Die abschließende Podiumsdiskussion fokussierte sich auf Perspektiven der Medienunternehmen selbst: Stefanie Rupp-Menedetter (ProSiebenSat.1 Media SE), Claus Grewenig (RTL Deutschland), Thomas Dauser (SWR/ARD), Barbara Massing (Deutsche Welle), Jona Teichmann (Deutschlandradio) sowie Konstanze Beyer (RTL ZWEI) diskutierten gemeinsam ĂŒber den Status quo und die Weiterentwicklung der DiversitĂ€tsarbeit in ihren HĂ€usern. Weitere Vertreterinnen und Vertreter anderer Anbieter brachten zusĂ€tzliche Perspektiven ein.

Im Schwerpunkt ging es um die Fragen, welche Maßnahmen aktuell umgesetzt werden, wie sich Fortschritte der vergangenen Jahre bewerten lassen und welche strukturellen VerĂ€nderungen notwendig sind, um DiversitĂ€t nachhaltig zu verankern - sowohl intern als auch in den Programmen. Dabei wurde auch diskutiert, wie sich die Kluft zwischen formulierten AnsprĂŒchen und gelebter Praxis weiter schließen lĂ€sst.

Die Diskussionen machten deutlich: In vielen Bereichen wurden bereits wichtige Fortschritte erzielt - zugleich bleibt die Aufgabe, DiversitÀt unabhÀngig von individuellen Initiativen auch strukturell zu sichern, eine zentrale Herausforderung.

Über das BĂŒndnis "Medien fĂŒr Vielfalt"

Eine vielfĂ€ltige Medienlandschaft ist elementar fĂŒr eine demokratische Gesellschaft. Medien tragen dazu bei, die Welt in ihrer KomplexitĂ€t zu verstehen, und können durch ihre Inhalte Toleranz und Respekt gegenĂŒber Vielfalt fördern. Gleichzeitig machen sie unterschiedliche LebensrealitĂ€ten sichtbar und bereichern damit den öffentlichen Diskurs.

FĂŒr Vertreterinnen und Vertreter der Medienbranche ist Vielfalt Verantwortung und Chance zugleich - sowohl als Grundlage fĂŒr eine offene Gesellschaft als auch als Erfolgsfaktor fĂŒr KreativitĂ€t und Innovation. Seit 2022 beleuchtet das BĂŒndnis "Medien fĂŒr Vielfalt" in gemeinsamen Veranstaltungen unterschiedliche Facetten von DiversitĂ€t und bringt Expertinnen und Experten, Betroffene sowie Entscheiderinnen und Entscheider zusammen, um den Status quo zu analysieren und konkrete Impulse fĂŒr VerĂ€nderungen zu setzen.

Auf Initiative der Bremischen Landesmedienanstalt wurde das BĂŒndnis 2020 gegrĂŒndet. Zu den GrĂŒndungsmitgliedern zĂ€hlen ARD, ZDF, Deutsche Welle, Deutschlandradio, RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 Media SE. Weitere Partner sind Bavaria Film, Netflix, VAUNET, Sky Deutschland, RTL Zwei und die ffn-mediengruppe. Ziel ist es, DiversitĂ€t nach innen und außen zu fördern und voneinander zu lernen.

Pressekontakt:

Pressestelle@ard.de

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