Busunfall auf A96 bei Buchloe: Zwei Tote und viele Verletzte auf dem Weg zum Oktoberfest
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 15:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei Buchloe im OstallgÀu ist ein Reisebus auf dem Weg zum Oktoberfest von der A96 abgekommen und umgekippt; zwei Menschen starben, zahlreiche weitere wurden teils schwer verletzt.
Bus kommt am frĂŒhen Morgen von der Fahrbahn ab
Der Unfall ereignete sich gegen 5.41 Uhr zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West. Der Bus eines italienischen Reiseunternehmens kam alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn ab, kippte um und blieb am Waldrand liegen.
Die Reisegruppe bestand aus 33 philippinischen Staatsangehörigen, die in Italien leben. Begleitet wurden sie von zwei italienischen Busfahrern. Die Gruppe war bei gutem SpĂ€tsommerwetter auf dem Weg zum Oktoberfest in MĂŒnchen.
Viele Verletzte werden in Kliniken gebracht
Sechs Menschen wurden mit Rettungshubschraubern in KrankenhĂ€user geflogen, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr. Zwei weitere Verletzte kamen mit Rettungswagen in Kliniken. In einer Sammelstelle versorgten die EinsatzkrĂ€fte 22 Menschen; mehrere von ihnen wurden anschlieĂend ebenfalls in KrankenhĂ€user gebracht.
ZunÀchst konnte nur einer der beiden Toten identifiziert werden. Es handelt sich um einen 58 Jahre alten Mann mit philippinischer Staatsangehörigkeit, der in Italien ansÀssig war. Die IdentitÀt des zweiten Opfers und die Schwere der Verletzungen waren zunÀchst nicht bekannt.
Rund 280 EinsatzkrÀfte vor Ort
Am Ende stand fest, dass sich 35 Menschen in dem Bus befanden. Rund 130 Feuerwehrleute, 130 SanitĂ€ter und etwa 20 Polizisten waren im Einsatz. Die A96 wurde fĂŒr die Bergung in beide Richtungen gesperrt; im Laufe des Tages wurde der Verkehr schrittweise wieder freigegeben.
Ermittlungen gegen den Fahrer
Gegen den 40 Jahre alten Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt am Steuer saĂ, wird wegen fahrlĂ€ssiger Tötung im StraĂenverkehr ermittelt. Die Staatsanwaltschaft lieĂ ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag geben. Die Ursache des Unfalls war zunĂ€chst offen.
Weitere schwere BusunfÀlle
Schwere ReisebusunfĂ€lle hatten zuletzt auch in der Schweiz und in Bayern zahlreiche Verletzte und Tote gefordert. Bei einem Unfall eines niederlĂ€ndischen Busses in der Schweiz starben nach Angaben der Kantonspolizei GraubĂŒnden fĂŒnf Menschen. Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau wurden 30 Menschen verletzt, darunter 15 Insassen eines Reisebusses.
Reisebusse als besondere Herausforderung
Der Unfall zeigt die besonderen Anforderungen bei schweren BusunglĂŒcken: Viele Menschen können gleichzeitig verletzt sein, wĂ€hrend GepĂ€ck und Fahrzeugteile die Unfallstelle unĂŒbersichtlich machen. Bei einem umgestĂŒrzten Bus mĂŒssen RettungskrĂ€fte zudem ZugĂ€nge schaffen, Insassen aus dem Fahrzeug holen und Verletzte nach Dringlichkeit versorgen.
Die A96 verbindet den Raum MĂŒnchen mit dem Bodensee und weiterfĂŒhrenden Verkehrsachsen Richtung SĂŒddeutschland. Auf der Strecke verkehren Reisebusse regelmĂ€Ăig, auch im Zusammenhang mit Ausflugs- und Veranstaltungsreisen. Die zeitweise Sperrung beider Richtungen unterstreicht die Bedeutung der Bergung und Unfallaufnahme fĂŒr den ĂŒberregionalen Verkehr.
Ermittlungen zur Unfallursache
Entscheidend fĂŒr die weitere Bewertung ist das unfallanalytische Gutachten. Erst die Auswertung von Spuren, Fahrzeugzustand, Fahrverlauf und möglichen Ă€uĂeren EinflĂŒssen kann klĂ€ren, warum der Bus von der Fahrbahn abkam. Das Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer wegen fahrlĂ€ssiger Tötung ist zunĂ€chst ein ĂŒblicher rechtlicher Schritt und nimmt das Ergebnis dieser Untersuchungen nicht vorweg.
FĂŒr Angehörige und die betroffene Reisegruppe steht neben der medizinischen Versorgung die Identifizierung der Opfer im Mittelpunkt. Bei auslĂ€ndischen Reisenden können dabei Sprachmittlung, konsularische Betreuung und die Koordination mit Behörden im Herkunfts- beziehungsweise Aufenthaltsland hinzukommen.
n-tv: âZwei Tote und mehrere Verletzte bei Reisebusunfall auf A96â (27.09.2026)
Der Bericht bestĂ€tige den Unfall, die zwei Todesopfer und mehrere Verletzte, bleibe bei den Details jedoch auf dem frĂŒhen Kenntnisstand. Anders als die inzwischen vorliegenden Angaben der dpa nenne er zunĂ€chst weder die genaue Zahl der Insassen noch den Stand der Ermittlungen; als offenen Punkt stelle er insbesondere die IdentitĂ€t der Opfer und den Verletzungsgrad heraus.
