Danny Masterson, Vergewaltigungsprozess

Danny Masterson bleibt nach Berufungsurteil 30 Jahre in Haft

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 23:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein Berufungsgericht in Kalifornien hat den Schuldspruch gegen den früheren Serienstar bestätigt. Damit bleibt die 2023 verhängte Strafe von 30 Jahren Haft bestehen.

Verfahren und Haftstrafe im Überblick

  • Ein Berufungsgericht in Kalifornien bestätigte den Schuldspruch gegen Danny Masterson.
  • Die Geschworenen hatten ihn 2023 wegen der Vergewaltigung zweier Frauen im Jahr 2003 schuldig befunden.
  • Das Gericht wies Einwände zu Zeugenaussagen, Prozessführung und Ermittlungen zurück.
  • Danny Masterson scheitert vor einem Berufungsgericht. (Archivbild) - Bild: Wade Payne/Invision/AP/dpa
  • Danny Masterson und seine Ex-Frau Bijou Phillips haben eine gemeinsame Tochter. (Archivbild) - Bild: Chris Pizzello/AP
Danny Masterson scheitert vor einem Berufungsgericht. (Archivbild)  - Bild: Wade Payne/Invision/AP/dpa Danny Masterson und seine Ex-Frau Bijou Phillips haben eine gemeinsame Tochter. (Archivbild)  - Bild: Chris Pizzello/AP

Berufungsgericht bestätigt Urteil gegen Danny Masterson

Der US-Schauspieler Danny Masterson bleibt wegen Vergewaltigung in Haft. Ein dreiköpfiges Richtergremium in Kalifornien bestätigte den Schuldspruch und die 30-jährige Haftstrafe in einer 89-seitigen Begründung.

Masterson war 2023 von Geschworenen schuldig befunden worden, zwei Frauen im Jahr 2003 vergewaltigt zu haben. Der frühere Serienstar hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, alle sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen.

Verteidigung scheitert mit Einwänden

Mastersons Anwälte hatten im Berufungsverfahren unter anderem die Zulässigkeit von Zeugenaussagen über Scientology beanstandet. Außerdem machten sie Fehler der damaligen Richterin bei der Prozessführung und Mängel bei den polizeilichen Ermittlungen geltend.

Das Berufungsgremium wies die Argumente zurück. Masterson habe ein faires Verfahren erhalten, hieß es in der Begründung.

Ermittlungen liefen seit 2017

Die polizeilichen Ermittlungen hatten 2017 begonnen, 2020 wurde Masterson festgenommen. Die Klägerinnen schilderten ähnliche Umstände und erklärten, Masterson habe sie in seinem Haus betäubt und anschließend vergewaltigt.

Unter den Klägerinnen war auch eine frühere Freundin des Schauspielers. Masterson war durch die Comedyserie „Die wilden Siebziger“ bekannt geworden, in der er von 1998 bis 2006 Steven Hyde spielte.

Scientology im Verfahren thematisiert

Masterson ist ein prominentes Mitglied der Scientology-Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet. Auch die Klägerinnen gehörten zeitweise der Organisation an.

Masterson heiratete 2011 die Schauspielerin Bijou Phillips. Das Paar hat eine Tochter; Phillips reichte 2023 die Scheidung ein.

Das Berufungsurteil markiert den nächsten abgeschlossenen Schritt in einem Verfahren, das sich über fast ein Jahrzehnt erstreckte. Die Ermittlungen begannen 2017, nachdem mehrere Frauen Vorwürfe gegen Masterson erhoben hatten; 2020 wurde der Schauspieler festgenommen.

Im Mittelpunkt des Prozesses standen die Aussagen zweier Frauen zu sexuellen Handlungen im Jahr 2003. Die Verteidigung hatte unter anderem argumentiert, Aussagen mit Bezug zur Scientology-Organisation hätten nicht zugelassen werden dürfen, und der damalige Prozess sei durch Fehler beeinträchtigt worden. Das Berufungsgericht wies diese Einwände zurück und bestätigte, dass Masterson ein faires Verfahren erhalten habe.

Folgen des Urteils

Damit bleibt die 2023 verhängte Strafe von 30 Jahren Haft bestehen. Masterson hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Für die Betroffenen bedeutet die Entscheidung, dass der Schuldspruch nach dem Berufungsverfahren Bestand hat; für Masterson schränkt sie die Möglichkeiten ein, die Verurteilung auf diesem Rechtsweg anzufechten.

Der Fall hatte auch deshalb große öffentliche Aufmerksamkeit, weil Masterson durch die Serie „Die wilden Siebziger“ bekannt wurde und die Scientology-Organisation im Verfahren eine Rolle spielte. Seine frühere Ehefrau Bijou Phillips reichte 2023 die Scheidung ein.

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