Glatte StraĂen im Westen - Viele Schulen bleiben geschlossen
12.01.2026 - 07:49:39Starker Regen hat auf den gefrorenen Böden vor allem im Westen Deutschlands fĂŒr gefĂ€hrlich glatte StraĂen gesorgt. Im Berufsverkehr ging es auf mehreren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nur sehr langsam voran. Im Sauerland wurde die Polizei zu einigen UnfĂ€llen alarmiert. Der Winterdienst war ĂŒberall im Dauereinsatz.Â
Am Frankfurter Flughafen wurden am Morgen wegen Schnee und Glatteis rund 100 FlĂŒge gestrichen. Auch an den FlughĂ€fen in MĂŒnchen und NĂŒrnberg wurden einige FlĂŒge witterungsbedingt annulliert.Â
Ziel: schnee- und eisfrei
Bei der Bahn kam es wegen des Unwetters zu EinschrĂ€nkungen bei RegionalzĂŒgen in Niedersachsen und Hamburg. Im Fernverkehr drosselte die Bahn auf einigen Strecken die Geschwindigkeit der ZĂŒge. Insgesamt habe man einen guten Betriebsstart am Morgen erlebt, sagte aber eine Sprecherin.Â
FĂŒr weite Teile Deutschlands gilt weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis. WĂ€hrend sich die Situation etwa am Niederrhein schon wieder entspannte, gilt die Warnung des DWD etwa fĂŒr Erfurt noch bis 22.00 Uhr. Die Meteorologen riefen die Menschen auf, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es bestehe «Gefahr fĂŒr Leib und Leben».
Schulen zu - aber keine Ferien
In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und in Bremen fiel der PrÀsenzunterricht an den Schulen am Montag wegen der Glatteis-Gefahr landesweit aus. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln. Auch in Hessen, Bayern und weiteren BundeslÀndern wurde der regulÀre Unterricht an vielen Schulen abgesagt. Vielerorts war aber eine Notbetreuung vorgesehen.
Einen extra Tag Ferien gibt es fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler deshalb aber nicht, denn viele Schulen setzen auf Distanzunterricht. «Es ist kein schulfrei â die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mĂŒssen schon arbeiten», betonte etwa die nordrhein-westfĂ€lische Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.
Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefÀhrlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.
Warmfront erreicht Ballungsgebiete schon in der Nacht
Ăber die groĂen Ballungsgebiete in Nordrhein-Westfalen war die gefĂ€hrliche Warmfront bereits in der Nacht hinweggezogen, als auf den StraĂen noch fast nichts los war. In Köln, DĂŒsseldorf und Duisburg gab es den stĂ€rksten Regen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen 3.00 Uhr.
AnschlieĂend zog das Regenband weiter nach Osten. Starken Niederschlag gab es etwa in Frankfurt, Stuttgart und Hannover. Ăberall traf der Regen auf gefrorene Böden - eine gefĂ€hrliche Mischung.
Winterdienste im GroĂeinsatz
Die Winterdienste waren im GroĂeinsatz. Man habe in mehreren Schichten die ganze Nacht hindurch vorbeugend Salz gestreut, teilten die fĂŒr den Winterdienst in Köln zustĂ€ndigen Abfallwirtschaftsbetriebe mit. So sollte verhindert werden, dass sich auf den HauptverkehrsstraĂen der Domstadt Glatteis bildet.
Auf einigen Autobahnen ging es im Berufsverkehr am Morgen nur noch sehr langsam voran. In Nordrhein-Westfalen waren vor allem die A4 und die A45 im Sauerland betroffen, wie auf dem Informationsportal des NRW-Verkehrsministeriums zu sehen war. In Hessen stockte der Verkehr unter anderem rund um Kassel. Es gab auch einige UnfÀlle und dadurch Staus.









