Gewaltverbrechen 2025 leicht rĂŒcklĂ€ufig â Sorge um Kinder
20.04.2026 - 10:00:07 | dpa.deDie Polizei hat in Deutschland 2025 bundesweit 2,3 Prozent weniger Gewaltverbrechen registriert als im Jahr zuvor. Sorgen bereitet allerdings die nach wie vor steigende Zahl tatverdĂ€chtiger Kinder. Die am Montag veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) fĂŒr 2025 zeigt: Auch insgesamt gab es etwas weniger Straftaten.
Ohne VerstöĂe gegen das Aufenthaltsrecht und andere auslĂ€nderrechtliche Vorgaben wurden 4,4 Prozent weniger Taten aktenkundig als 2024. Das ist allerdings unter anderem ein Effekt der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis im April 2024.
Die wichtigsten Kennzahlen fĂŒr 2025:
- Rund 5,5 Millionen Straftaten der Polizei bekannt. Ein RĂŒckgang um 5,6 Prozent gegenĂŒber 2024. Ohne auslĂ€nderrechtliche VerstöĂe war der RĂŒckgang mit 4,4 Prozent geringer. Die durch intensivierte Grenzkontrollen und Ănderungen bei den Fluchtursachen - dazu zĂ€hlt der Machtwechsel in Syrien - geringere Zahl unerlaubter Einreisen fĂŒhrte 2025 zu einem RĂŒckgang von Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und EU-FreizĂŒgigkeitsgesetz um mehr als 28 Prozent.
- Mehr Straftaten verzeichnete die Polizei unter anderem bei Leistungsbetrug (plus 11,5 Prozent), Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen (plus 6,5 Prozent) sowie Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Ăbergriff im besonders schweren Fall beziehungsweise mit Todesfolge (plus 8,5 Prozent).
- Seltener mussten Polizisten und Polizistinnen ermitteln zu Raub, rÀuberischer Erpressung und rÀuberischen Angriffen auf Kraftfahrer (minus 7,1 Prozent). Bei den Rauschgiftdelikten sank die Zahl der registrierten Straftaten lauf PKS um 27,7 Prozent.
- Die Zahl der Kinder, die durch GewaltkriminalitÀt auffielen, stieg zwar um 3,3 Prozent an - auf rund 14.200 TatverdÀchtige. Der Anstieg fiel jedoch weniger stark als im Vorjahr aus (plus 11,3 Prozent).
Sondereffekte beeinflussen Polizeistatistik
Neben der geringeren irregulĂ€ren Zuwanderung und der GesetzesĂ€nderung zu Cannabis gibt es noch einen weiteren Sondereffekt. So weist das Bundeskriminalamt (BKA) darauf hin, dass sich die Zunahme der FĂ€lle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen nicht auĂerhalb der regelmĂ€Ăig zu beobachten Schwankungen bewege.
79 der in der Statistik aufgefĂŒhrten MordfĂ€lle seien einer Berliner Mordserie zuzurechnen, bei der ein ehemaliger Palliativmediziner im Verdacht steht, unter Ausnutzung schwer kranke Menschen getötet zu haben. Das BKA geht davon aus, dass der Anteil der Sexualstraftaten, die zur Anzeige gebracht werden, gestiegen ist. In rund drei Viertel dieser FĂ€lle hĂ€tten sich Opfer und TĂ€ter vorher gekannt.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
