Schleswig-Holstein, Deutschland

Buckelwal noch immer in Wismarbucht

29.03.2026 - 07:37:07 | dpa.de

Das Drama um den Buckelwal in der Ostsee geht weiter. Erst in der Nacht hatte sich das gestrandete Tier erneut befreit. Doch bei Morgengrauen wird klar: Er liegt noch immer in der Wismarbucht.

  • Am Samstag war der Wal erneut auf einer Sandbank in der Wismarbucht gestrandet. - Foto: Philip Dulian/dpa
    Am Samstag war der Wal erneut auf einer Sandbank in der Wismarbucht gestrandet. - Foto: Philip Dulian/dpa
  • Am Samstag war der Wal erneut auf einer Sandbank in der Wismarbucht gestrandet. - Foto: Philip Dulian/dpa
    Am Samstag war der Wal erneut auf einer Sandbank in der Wismarbucht gestrandet. - Foto: Philip Dulian/dpa
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Es ist ein Auf und Ab: Nach seiner zwischenzeitlichen Befreiung von einer Sandbank liegt der Buckelwal am Morgen noch immer in der Wismarbucht. Das bestätigten der Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, Claus Tantzen, und die Organisation Greenpeace der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. Ob der Wal wieder auf einer Sandbank festhänge, sei noch unklar. Die Wasserschutzpolizei sei nach wie vor im Einsatz. 

In der Nacht auf Sonntag war es dem Wal gelungen, mit steigendem Wasserstand die Sandbank in der Wismarbucht zu verlassen, wie es von Tantzen hieß. Doch die Gewässer in Küstennähe seien sehr flach. 

Befreiung vor Timmendorfer Strand

Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen vieler Helferinnen und Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag selbst durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne befreit. Nach der überraschenden Rettung war der Wal am Freitagnachmittag aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in Küstennähe. Das Tier strandete dann erneut und blieb auf einer Sandbank in der Wismarbucht stecken. 

Keine Rettungsaktion am Samstag

Die Einsatzkräfte entschieden sich am Samstag aber gegen eine erneute Rettungsaktion, wie der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack der dpa bestätigte. «Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien.» Das war dem Tier offenbar zeitweise gelungen.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Abend dazu aufgerufen, den Wal in Ruhe zu lassen. Die Wasserschutzpolizei werde verhindern, dass sich Unbefugte dem Tier nähern. «Ich bitte erneut darum, solche Versuche zu unterlassen und den Wal mit mindestens 500 Metern Abstand zu passieren.»

Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Großwale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.

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