Schleswig-Holstein, Deutschland

Buckelwal liegt weiter in Wismarbucht

29.03.2026 - 12:05:06 | dpa.de

Das Drama um den Buckelwal in der Ostsee hört nicht auf. Erst in der Nacht hatte sich das gestrandete Tier erneut befreit. Doch bei Morgengrauen wird klar: Er liegt auch am Sonntag in der Wismarbucht.

  • Wird der Buckelwal es schaffen? - Foto: Philip Dulian/dpa
    Wird der Buckelwal es schaffen? - Foto: Philip Dulian/dpa
  • Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) steht mit einem Fernglas auf dem Polizeiboot «Uecker».  - Foto: Philip Dulian/dpa
    Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) steht mit einem Fernglas auf dem Polizeiboot «Uecker». - Foto: Philip Dulian/dpa
  • Der Wal lag am Sonntagvormittag wenige Hundert Meter vom Festland entfernt.  - Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
    Der Wal lag am Sonntagvormittag wenige Hundert Meter vom Festland entfernt. - Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
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Der Buckelwal liegt noch immer in der Wismarbucht. Nach aktuellen Erkenntnissen stecke das Tier derzeit nicht auf einer Sandbank fest, sondern befinde sich in zwei Meter tiefem Wasser, wie der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack der Deutschen Presse-Agentur sagte. UmweltschĂŒtzer und EinsatzkrĂ€fte waren mit einem Schlauchboot in die NĂ€he des Wals gefahren und hatten vergeblich versucht, ihn zum Losschwimmen zu animieren. 

Expertinnen und Experten der Organisation Greenpeace, des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung waren laut Maack im Einsatz. Der Wal liege diesmal nur wenige Hundert Meter vom Festland entfernt. Das Tier sei aber sehr geschwĂ€cht, seine Haut «extrem angegriffen», sagte Maack. «Der Wal muss jetzt sehr schnell freikommen, damit er ĂŒberhaupt noch eine Chance hat.»

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte sich ebenfalls von einem Boot aus ein Bild von der Situation gemacht, wie ein Ministeriumssprecher der dpa bestĂ€tigte. «Entscheidend ist erst mal zu schauen, wie die Lage des Tieres ist», sagte der Sprecher. In der Nacht auf Sonntag war es dem Wal laut Ministerium zunĂ€chst gelungen, mit steigendem Wasserstand die Sandbank in der Wismarbucht zu verlassen. Doch die GewĂ€sser in KĂŒstennĂ€he seien sehr flach. 

Woher kommt der Buckelwal?

Bereits seit Anfang MĂ€rz war der Wal immer wieder an der OstseekĂŒste aufgetaucht, zunĂ€chst im Hafen von Wismar, spĂ€ter in der LĂŒbecker Bucht und an der KĂŒste bei Steinbeck (Kreis Nordwestmecklenburg). Anfangs war noch von einem Finnwal die Rede gewesen. Das Tier hatte sich in einem Netz verfangen. EinsatzkrĂ€fte und MeeresschĂŒtzer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit. 

Am Montagmorgen war der 12 bis 15 Meter lange MeeressĂ€uger dann auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Tagelang bemĂŒhten sich viele Helferinnen und Helfer, das gestrandete Tier zu befreien. Am Donnerstagabend hatten sie versucht, den Wal mit LĂ€rm zu animieren – durch Hupen, Trommeln oder Rufen. Auch das Tier selbst gab immer wieder ein lautes Brummen von sich. 

In der Nacht zum Freitag hatte sich der Buckelwal ĂŒberraschend selbst durch eine per Schwimmbagger ausgegrabene Rinne befreit. Am Freitagnachmittag war er aus der LĂŒbecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in KĂŒstennĂ€he. Das Tier strandete dann erneut und blieb auf einer Sandbank in der Wismarbucht stecken. Davon befreite es sich in der Nacht, lag am Sonntag aber zunĂ€chst wieder an einer anderen Stelle der Bucht.

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