Bandengewalt in Ecuador:Â Mindestens acht Tote in Hafenstadt
10.01.2024 - 12:57:06In der ecuadorianischen Stadt Guayaquil sind bei mehreren VorfÀllen mit kriminellen Banden mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen seien verletzt worden, darunter ein Polizist, der Schusswunden davongetragen habe, teilte die Polizei auf einer Pressekonferenz mit. Es habe mehr als 20 VorfÀlle in der Hafenstadt gegeben, hieà es. Insgesamt seien mehr als 600 Notrufe eingegangen.
Bewaffnete waren am Nachmittag in die RÀumlichkeiten des staatlichen Fernsehsenders TC Televisión eingedrungen und hatten mehrere Mitarbeiter als Geiseln genommen. Spezialeinheiten der Polizei brachten den Fernsehsender spÀter wieder unter Kontrolle. Ob es bei dem Vorfall in den RÀumlichkeiten des Senders Tote und Verletzte gegeben hatte, war zunÀchst unklar.
Kriminelle dringen in KrankenhÀuser ein
In einem Einkaufszentrum seien zwei SicherheitskrĂ€fte und ein weiterer Mensch ums Leben gekommen. Kriminelle seien zudem in fĂŒnf KrankenhĂ€user der Stadt eingedrungen und hĂ€tten diese kurzzeitig besetzt. Die Polizei und das MilitĂ€r hĂ€tten die KrankenhĂ€user spĂ€ter wieder unter Kontrolle gebracht. Insgesamt seien 14 VerdĂ€chtige festgenommen worden.
Angesichts der eskalierenden Bandengewalt in Ecuador schickte PrĂ€sident Daniel Noboa die StreitkrĂ€fte ins Gefecht gegen die mĂ€chtigen Gangs des sĂŒdamerikanischen Landes. Ecuador befinde sich im Kampf gegen das organisierte Verbrechen in einem internen bewaffneten Konflikt, hieĂ es in einem am Dienstag veröffentlichten Dekret.
Ausnahmezustand verhÀngt
Wegen chaotischer ZustĂ€nde in den GefĂ€ngnissen hatte die Regierung des sĂŒdamerikanischen Landes erst am Montag den Ausnahmezustand verhĂ€ngt. Banden lieferten sich in den Haftanstalten heftige Auseinandersetzungen und nahmen WĂ€rter als Geiseln. Dem Chef der mĂ€chtigen Bande «Los Choneros», Adolfo MacĂas alias «Fito», war dabei laut GefĂ€ngnisverwaltung offenbar die Flucht gelungen.
Die Gewalt nahm in Ecuador in den vergangenen Jahren dramatisch zu. Mit rund 25 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohnern wurde im Jahr 2022 einer der höchsten Werte Lateinamerikas gemessen.











