Schneechaos, Bayern

Schneechaos schrÀnkt Bayern weiter ein

03.12.2023 - 13:07:50

Das erste Schneechaos in diesem Winter hat die PlĂ€ne vieler Menschen zunichte gemacht: Im SĂŒden stoppten Bahnen, Flugzeuge hoben nicht mehr ab. WeihnachtsmĂ€rkte schlossen und so manches Sportereignis fiel aus.

  • Schnee und Eis haben in SĂŒddeutschland zu großen BeeintrĂ€chtigungen im Verkehr gefĂŒhrt. - Foto: Sven Hoppe/dpa

    Sven Hoppe/dpa

  • Der Flughafen MĂŒnchen hat seinen Flugbetrieb wieder aufgenommen. Passagiere stehen beim Check-in. - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schnee und Eis haben in SĂŒddeutschland zu großen BeeintrĂ€chtigungen im Verkehr gefĂŒhrt. - Foto: Sven Hoppe/dpaDer Flughafen MĂŒnchen hat seinen Flugbetrieb wieder aufgenommen. Passagiere stehen beim Check-in. - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach viel Chaos am Samstag hat sich die Verkehrslage in Bayern zum Ausklang des Wochenendes zunehmend normalisiert. Am Sonntagmorgen startete der Flugbetrieb am Flughafen MĂŒnchen nach rund 24 Stunden wieder. Allerdings sollten noch fast zwei Drittel der etwa 880 geplanten FlĂŒgen ausfallen.

AusfĂ€lle hatte es unter anderem auch am AllgĂ€uer Flughafen in Memmingen und dem Flughafen der schottischen Stadt Glasgow gegeben - im Nordwesten Englands gab es ebenfalls viel Schnee mit Chaos auf den Straßen und StromausfĂ€llen als Folge.

Am Sonntag wurde in MĂŒnchen auch der Betrieb im Fernverkehr schrittweise und vereinzelt wieder aufgenommen, wie eine Sprecherin sagte. Auch am Montag werde es noch zu starken BeeintrĂ€chtigungen kommen, hieß es. Der starke Schneefall in der Nacht zum Samstag hatte in großen Teilen SĂŒddeutschlands den Bahnverkehr weitgehend lahmgelegt. Dutzende Zentimeter hoch hatte sich der Neuschnee vielerorts getĂŒrmt.

Helfer mĂŒhten sich unermĂŒdlich, DĂ€cher und Wege von Schneemassen zu befreien, Menschen in Not zu versorgen und verunglĂŒckte Fahrzeuge von Straßen zu rĂ€umen. Dass am Wochenende nichts Schlimmeres passiert sei, verdanke man auch der Arbeit der EinsatzkrĂ€fte, lobte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag. In den oberbayerischen Landkreisen MĂŒhldorf am Inn und Starnberg sollten öffentliche Schulen am Montag wegen der StraßenverhĂ€ltnisse großteils geschlossen bleiben.

UnfĂ€lle auf glatten Straßen

Vor allem aber nicht nur in Bayern kam es am Wochenende zu zahlreichen UnfĂ€llen auf glatter Fahrbahn. Bei den meisten blieb es bei SachschĂ€den. Weil dort Eisplatten von einer BrĂŒcke fielen, wurde am Samstagabend die Autobahn 1 zwischen dem Kreuz Wuppertal-Nord und Wuppertal-Ronsdorf gesperrt. Es sei niemand zu Schaden gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Sperrung sollte voraussichtlich bis Montagmorgen dauern. Ein Spezialunternehmen entferne das Eis von der BrĂŒcke.

Tausende Haushalte ohne Strom

Hart getroffen wurden etliche Haushalte im Netzbereich von Bayernwerk, die zeitweise keinen Strom hatten. Zu den Schwerpunkten zĂ€hlte nach Angaben eines Sprechers der Raum um MĂŒnchen. BĂ€ume seien auf Leitungen gestĂŒrzt, teils seien diese auch allein durch die Schneelast beschĂ€digt worden oder gerissen. Am Samstagnachmittag hieß es, es seien noch viele Tausend Haushalte betroffen, zudem kĂ€men laufend neue Störungen dazu. In Österreich waren am Sonntag laut Energieversorgern noch immer mindestens 20.000 Haushalte ohne Strom.

Weder Fußball noch Basketball

Vom Schneechaos betroffen waren auch Tausende Sportfans und Marktbesucher. Das Heimspiel des FC Bayern MĂŒnchen gegen den 1. FC Union Berlin am Samstag wurde abgesagt. Das Spiel soll voraussichtlich erst im nĂ€chsten Jahr nachgeholt werden. Auch die Basketballpartie der MĂŒnchner gegen Alba Berlin fiel am Sonntag aus. Der GĂ€stemannschaft sei es unmöglich gewesen, nach Berlin zu reisen, hieß es von Alba. Wann das Duell der Dauerrivalen nachgeholt wird, war zunĂ€chst offen.

Kein Punsch und Gefahr in den Bergen

Auch auf einen Marktbummel mit GlĂŒhwein musste vielerorts verzichtet werden: Etliche WeihnachtsmĂ€rkte in Bayern blieben zeitweise geschlossen, ebenso wie einige Zoos und Schlossanlagen. Dennoch genossen viele Menschen den ersten Adventssonntag: Bei strahlendem Sonnenschein waren etliche AusflĂŒgler unterwegs. In den bayerischen Skigebieten liefen zahlreiche Lifte.

GefÀhrlich wurde es in den Bergen abseits sicheren GelÀndes: In den bayerischen Alpen herrschte oberhalb von 1600 Metern erhebliche Lawinengefahr, wie die Lawinenwarnzentrale mitteilte.

@ dpa.de