Hawaii, Lahaina

Bereits 67 Tote nach BrÀnden auf Hawaii

12.08.2023 - 01:45:24

Das verheerende Feuer auf Maui ist weitgehend eingedĂ€mmt, doch die Zahl der Toten steigt weiter. Der KĂŒstenort Lahaina ist ausgebrannt, bisher sind 67 Leichen geborgen worden.

  • Der Waldbrand hat die Stadt Lahaina bis zur Unkenntlichkeit zerstört. - Foto: Jack Truesdale/Civil Beat/ZUMA Press Wire/dpa

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  • Die TrĂŒmmer des Waldbrandes in Lahaina. - Foto: Tiffany Kidder Winn/via AP/dpa

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Der Waldbrand hat die Stadt Lahaina bis zur Unkenntlichkeit zerstört. - Foto: Jack Truesdale/Civil Beat/ZUMA Press Wire/dpaDie TrĂŒmmer des Waldbrandes in Lahaina. - Foto: Tiffany Kidder Winn/via AP/dpa

Nach den verheerenden Feuern im Westen der Insel Maui konnten laut Hawaiis Gouverneur am Freitag erste Bewohner in ihr Zuhause zurĂŒckkehren. Josh Green warnte aber vor dem Zustand der HĂ€user. «Sie werden einen Grad an Zerstörung sehen wie nie zuvor in ihrem Leben», sagte Green beim Fernsehsender KHON2. 

Die Zahl der vom Bezirk Maui bestĂ€tigten Toten nach den verheerenden BrĂ€nden war am spĂ€ten Freitagabend auf 67 gestiegen. Der BĂŒrgermeister des Counties erklĂ€rte, dass mehr Tote wahrscheinlich seien. Es mĂŒssten erst noch speziell geschulte Rettungstrupps auf der Insel ankommen, um auch in den TrĂŒmmern von abgebrannten GebĂ€uden nach Leichen zu suchen. Laut CNN sind etwa 1700 GebĂ€ude zerstört. Rund 11.000 Haushalte waren am Freitagmorgen (Ortszeit) laut der Webseite poweroutage.us noch ohne Strom.

Es werden auch noch Personen vermisst. Wie viele, sei aber schwer zu sagen, hieß es unter Berufung auf Mauis Polizeichef John Pelletier. Dies liege auch daran, dass der Mobilfunk zusammengebrochen sei.

KĂŒstenort niedergebrannt

Maui hat eine FlĂ€che von rund 1900 Quadratkilometern, etwas mehr als zwei Drittel der GrĂ¶ĂŸe des Saarlands. In dem besonders schlimm von den BrĂ€nden betroffenen KĂŒstenort Lahaina habe die Feuerwehr das Feuer bis zum Abend zu rund 80 Prozent unter Kontrolle bringen können, so Pelletier. Den Bewohnern des beliebten Touristenortes mit seinen vielen HolzhĂ€usern sei der Zugang aber weiter verboten, weil auch die Rettungsarbeiten andauerten. ZusĂ€tzliche Rettungsteams mit LeichenspĂŒrhunden aus Kalifornien und dem Bundesstaat Washington seien auf dem Weg nach Maui, hieß es weiter. «Nichts davon ist mehr da. Es ist alles niedergebrannt», sagte Lahainas BĂŒrgermeister Richard Bissen.

Auch Hawaiis Gouverneur Josh Green zeigte sich erschĂŒttert: «Wenn man das ganze Ausmaß der Zerstörung in Lahaina sieht, ist es schockierend. Es sieht aus, als wĂ€re eine Bombe explodiert und dann ein Feuer entbrannt.» Praktisch alle GebĂ€ude mĂŒssten wiederaufgebaut werden. Dies werde in die Milliarden Dollar gehen. Zugleich rief er die Hotels auf, die Tausenden obdachlos gewordenen Einwohner aufzunehmen.

Derzeit sind laut Medien sechs NotunterkĂŒnfte in Betrieb. Rund 30.000 Besucher seien inzwischen ausgeflogen worden, meldete der Sender CNN unter Berufung auf die Tourismusbehörde. Auf Maui und der Nachbarinsel Hawaii waren am Dienstag mehrere Feuer ausgebrochen, die von starken Winden schnell vergrĂ¶ĂŸert wurden.

@ dpa.de