Deutschland, Bayern

Wintereinbruch mit fatalen Folgen – UnfĂ€lle und Tote

24.11.2025 - 11:14:57

Der erste grĂ¶ĂŸere Wintereinbruch bringt Schnee, GlĂ€tte und zahlreiche UnfĂ€lle. Mehrere Menschen sterben, viele werden verletzt. Auch Bahn und Flughafen sind betroffen.

  • Auf glatten Straßen gab es zahlreiche UnfĂ€lle. - Foto: Jason Tschepljakow/dpa

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  • Der Winter bleibt laut DWD noch eine Weile in Deutschland. - Foto: Patrick Pleul/dpa

    Patrick Pleul/dpa

  • Auf glatten Straßen gerieten zahlreiche Fahrer und Fahrerinnen ins Schleudern. - Foto: Armin Weigel/dpa

    Armin Weigel/dpa

Auf glatten Straßen gab es zahlreiche UnfĂ€lle. - Foto: Jason Tschepljakow/dpaDer Winter bleibt laut DWD noch eine Weile in Deutschland. - Foto: Patrick Pleul/dpaAuf glatten Straßen gerieten zahlreiche Fahrer und Fahrerinnen ins Schleudern. - Foto: Armin Weigel/dpa

Bei Schnee und GlĂ€tte ist es auf Deutschlands Straßen zu zahlreichen UnfĂ€llen mit mehreren Toten und Verletzten gekommen. In Bayern starben mindestens drei Menschen bei einem Unfall mit zwei Lastwagen und einem Auto auf der Autobahn 93 nahe MaxhĂŒtte-Haidhof. Dort war es laut Polizei glatt. Außerdem seien zwei Menschen lebensgefĂ€hrlich und mehrere Menschen leicht bis mittelschwer verletzt worden. 

Laut Deutschem Wetterdienst ist es der erste grĂ¶ĂŸere Wintereinbruch der Saison in Deutschland. Auch bei einem Unfall auf glatter Fahrbahn der Autobahn 81 bei Geisingen in Baden-WĂŒrttemberg kam ein Mensch ums Leben. Der 68 Jahre alte Mann sei auf winterglatter und nasser Straße ins Schleudern geraten und mit der Fahrerseite in das Heck eines anderen Wagens geprallt. Der Fahrer des zweiten Wagens wurde schwer verletzt.

Zahlreiche UnfÀlle, auch mit Verletzten

Glatteis könnte nach EinschĂ€tzung der Polizei auch einen Unfall auf der Landstraße 354 im Landkreis Freudenstadt in Baden-WĂŒrttemberg verursacht haben. Dort war ein Auto ins Schleudern gekommen und gegen einen Lastwagen geprallt. Die Frau am Steuer konnte ihr Auto nicht alleine verlassen und wurde von der Feuerwehr befreit. Mit schweren Verletzungen wurde sie mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

In Mittelhessen wurden in der Nacht neun Menschen bei Dutzenden UnfĂ€llen durch GlĂ€tte und Schnee verletzt. Insgesamt habe es im Gebiet der Polizei Mittelhessen zwischen Sonntagabend, 18.00 Uhr, und dem Morgen 38 GlĂ€tteunfĂ€lle gegeben, sagte sie. Die meisten davon seien auf Schneefall und daraus resultierende GlĂ€tte zurĂŒckzufĂŒhren.

In anderen BundeslĂ€ndern berichteten die PolizeiprĂ€sidien ebenfalls von zahlreichen GlĂ€tteunfĂ€llen, die aber in den allermeisten FĂ€llen glimpflich ausgingen. In Mecklenburg-Vorpommern stießen am Morgen auf glatter Fahrbahn ein Schulbus und ein langsam fahrender Wagen zusammen. Der Busfahrer und ein Kind wurden bei dem Unfall bei Weitendorf leicht verletzt. In dem Bus waren insgesamt 31 Schulkinder. Bei Crivitz wurde eine 72-jĂ€hrige Autofahrerin bei einem witterungsbedingten Unfall schwer verletzt. 

UnfÀlle auch im Norden

GrĂ¶ĂŸere Probleme gab es in Schleswig-Holstein auf der A7 zwischen Großenaspe und Henstedt-Ulzburg (beides Kreis Segeberg). Mehrere Lastwagen und Autos kamen ins Rutschen und landeten zum Teil in der Leitplanke. Mehrfach sperrte die Polizei in den Nachtstunden einen oder mehrere Fahrstreifen.

Am frĂŒhen Morgen wurde eine Frau bei einem Unfall zwischen Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen in ihrem Auto eingeklemmt. Feuerwehrleute schnitten die 47 Jahre alte Fahrerin aus dem Wrack, sie wurde mit schweren, aber nicht lebensgefĂ€hrlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. 

Auch Probleme fĂŒr S-Bahn und Flughafen

Auswirkungen hatte das Wetter auch auf andere Verkehrsmittel: Die Hamburger S-Bahn fuhr aufgrund des Winterwetters am Morgen in niedriger Taktung. Das teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Homepage mit. Am Flughafen Köln/Bonn pausierte der Flugbetrieb wegen Blitzeises am Sonntagnachmittag fĂŒr 45 Minuten. In WĂŒrzburg stellte der Nahverkehr den gesamten Busbetrieb fĂŒr die Nacht ein, die Straßenbahnen fuhren weiter. 

In Bremen fĂŒhrte ein GlĂ€tteunfall zu einem Stromausfall. Weil ein Autofahrer in Burglesum die Kontrolle ĂŒber seinen Wagen verlor und in den Gegenverkehr geriet, musste ein anderes Auto ausweichen. Dieses krachte gegen einen Stromkasten und zerstörte diesen völlig, wie die Polizei mitteilte. Der Beifahrer erlitt einen Stromschlag und musste behandelt werden. Durch den Unfall fiel in mehreren angrenzenden WohnhĂ€usern der Strom aus. Der mutmaßliche Unfallverursacher flĂŒchtete unerlaubt.

Wie geht es mit dem Wetter weiter?

Vor allem im SĂŒden sei die Wetterlage am Montagvormittag noch relativ angespannt, sagte Oliver Reuter, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. Vor allem sĂŒdlich von Regensburg bis Passau gebe es momentan noch gefrierenden Regen. Auch fĂŒr die kommenden Tage heiße es: «Der Winter ist noch nicht ganz aus Deutschland raus.»

An und in den Alpen und im Bayerischen Wald könne es in der Nacht schneien. Zwischen 15 und 30 Zentimeter Schnee erwarte man in den Alpen, bis zu 15 Zentimeter im Bayerischen Wald, sagte er. Auch im Tiefland könne es teils krÀftiger schneien. 

Vor allem im SĂŒden bleibe es in den kommenden Tagen noch winterlich. Am Montag und Dienstag könne es noch schauerartige NiederschlĂ€ge geben, sagte Reuter. Vor allem nachts könne es noch ĂŒberregional GlĂ€tte geben. Richtung Mittwoch und Donnerstag könne sich die Lage beruhigen.

@ dpa.de

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