MutmaĂliche Millionen-Diebin entschuldigt sich
12.12.2024 - 13:09:14Eine mutmaĂliche Diebin von mehr als acht Millionen Euro Bargeld hat vor dem Landgericht Bremen fĂŒr die Tat um Entschuldigung gebeten. «Ich bereue es aus tiefstem Herzen, diese Tat begangen zu haben», sagte die 32-JĂ€hrige. «Ich habe mein Leben reflektiert und eingesehen, dass es der gröĂte Fehler meines Lebens war.»Â
Die Frau ist wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall angeklagt. Sie soll im Mai 2021 rund 8,2 Millionen Euro Bargeld aus den RĂ€umen eines Geldtransportunternehmens in Bremen gestohlen haben. «Ich möchte mich wirklich in aller Form fĂŒr diese Tat entschuldigen», sagte die Angeklagte, die damals fĂŒr das Unternehmen arbeitete. Nach der Tat floh die Frau in die TĂŒrkei, MittĂ€ter brachten die Beute weg. Knapp drei Jahre spĂ€ter - im MĂ€rz dieses Jahres - stellte sich die Angeklagte und sitzt seitdem im GefĂ€ngnis.
Schwierige persönliche Situation vor der Tat
Vor Gericht berichtete die gelernte Speiseeisherstellerin, dass es ihr vor der Tat schlecht ging. Die Verhaftung ihres damaligen Lebenspartners, der spĂ€ter wegen Drogenhandels zu einer mehrjĂ€hrigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, habe ihr den Boden unter den FĂŒĂen weggerissen. Ihre damals beste Freundin habe ihr Halt gegeben. «Wir waren ein Herz und eine Seele», sagte sie ĂŒber die Freundschaft. Als deren Partner vorschlug, das Geldtransportunternehmen zu bestehlen, habe sie zunĂ€chst gedacht, es sei SpaĂ.Â
Ihr zufolge hat das Paar Druck auf sie ausgeĂŒbt, die Tat zu begehen. Am Tattag suchte sie sich einen ruhigen Arbeitsplatz und befĂŒllte Geldkassetten nicht voll, sondern legte jeweils Bargeld in einen Altpapiercontainer, den sie spĂ€ter mit nach drauĂen nahm. Dort warteten MittĂ€ter mit einem Wagen. Kameras zeichneten die Tat am 21. Mai 2021 auf, die Aufnahmen wurden aber erst Tage spĂ€ter angesehen.Â
UrsprĂŒnglich war erwartet worden, dass in dem Prozess bereits PlĂ€doyers gehalten und ein Urteil gesprochen werden. Doch auf Bitte der Staatsanwaltschaft wurde die Verhandlung unterbrochen. Möglich ist, dass der Prozess nun am 16. Dezember endet. Bei einer Verurteilung drohen der Frau bis zu zehn Jahre Haft.





