Mutmaßliche, Millionen-Diebin

Mutmaßliche Millionen-Diebin entschuldigt sich

12.12.2024 - 13:09:14

Der Millionen-Diebstahl aus den RÀumen einer Geldtransportfirma ist gut dokumentiert - Kameras zeichneten die Tat in Bremen auf. Nun nÀhert sich der Prozess dem Ende. Die Angeklagte zeigt Reue.

  • Nach einem spektakulĂ€ren Diebstahl von mehr als acht Millionen Euro aus den RĂ€umen eines Geldtransportunternehmens in Bremen nĂ€hert sich der Prozess gegen die 32-jĂ€hrige Angeklagte dem Ende. (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa

    Sina Schuldt/dpa

  • Die 32 Jahre alte Angeklagte soll mehr als acht Millionen Euro aus den RĂ€umen eines Geldtransportunternehmens in Bremen gestohlen haben - bald könnte vor dem Landgericht Bremen das Urteil gesprochen werden. - Foto: Helen Hoffmann/dpa

    Helen Hoffmann/dpa

Nach einem spektakulÀren Diebstahl von mehr als acht Millionen Euro aus den RÀumen eines Geldtransportunternehmens in Bremen nÀhert sich der Prozess gegen die 32-jÀhrige Angeklagte dem Ende. (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpaDie 32 Jahre alte Angeklagte soll mehr als acht Millionen Euro aus den RÀumen eines Geldtransportunternehmens in Bremen gestohlen haben - bald könnte vor dem Landgericht Bremen das Urteil gesprochen werden. - Foto: Helen Hoffmann/dpa

Eine mutmaßliche Diebin von mehr als acht Millionen Euro Bargeld hat vor dem Landgericht Bremen fĂŒr die Tat um Entschuldigung gebeten. «Ich bereue es aus tiefstem Herzen, diese Tat begangen zu haben», sagte die 32-JĂ€hrige. «Ich habe mein Leben reflektiert und eingesehen, dass es der grĂ¶ĂŸte Fehler meines Lebens war.» 

Die Frau ist wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall angeklagt. Sie soll im Mai 2021 rund 8,2 Millionen Euro Bargeld aus den RĂ€umen eines Geldtransportunternehmens in Bremen gestohlen haben. «Ich möchte mich wirklich in aller Form fĂŒr diese Tat entschuldigen», sagte die Angeklagte, die damals fĂŒr das Unternehmen arbeitete. Nach der Tat floh die Frau in die TĂŒrkei, MittĂ€ter brachten die Beute weg. Knapp drei Jahre spĂ€ter - im MĂ€rz dieses Jahres - stellte sich die Angeklagte und sitzt seitdem im GefĂ€ngnis.

Schwierige persönliche Situation vor der Tat

Vor Gericht berichtete die gelernte Speiseeisherstellerin, dass es ihr vor der Tat schlecht ging. Die Verhaftung ihres damaligen Lebenspartners, der spĂ€ter wegen Drogenhandels zu einer mehrjĂ€hrigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, habe ihr den Boden unter den FĂŒĂŸen weggerissen. Ihre damals beste Freundin habe ihr Halt gegeben. «Wir waren ein Herz und eine Seele», sagte sie ĂŒber die Freundschaft. Als deren Partner vorschlug, das Geldtransportunternehmen zu bestehlen, habe sie zunĂ€chst gedacht, es sei Spaß. 

Ihr zufolge hat das Paar Druck auf sie ausgeĂŒbt, die Tat zu begehen. Am Tattag suchte sie sich einen ruhigen Arbeitsplatz und befĂŒllte Geldkassetten nicht voll, sondern legte jeweils Bargeld in einen Altpapiercontainer, den sie spĂ€ter mit nach draußen nahm. Dort warteten MittĂ€ter mit einem Wagen. Kameras zeichneten die Tat am 21. Mai 2021 auf, die Aufnahmen wurden aber erst Tage spĂ€ter angesehen. 

UrsprĂŒnglich war erwartet worden, dass in dem Prozess bereits PlĂ€doyers gehalten und ein Urteil gesprochen werden. Doch auf Bitte der Staatsanwaltschaft wurde die Verhandlung unterbrochen. Möglich ist, dass der Prozess nun am 16. Dezember endet. Bei einer Verurteilung drohen der Frau bis zu zehn Jahre Haft.

@ dpa.de