Mutter Dahlmeier: Schönster Friedhof fĂŒr Laura in den Bergen
28.02.2026 - 07:48:44 | dpa.deDie Eltern der in Pakistan tödlich verunglĂŒckten Laura Dahlmeier haben Frieden damit geschlossen, dass der Leichnam ihrer Tochter in den Bergen fernab der Heimat geblieben ist und nicht geborgen werden konnte. «Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es fĂŒr die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie», sagt Mutter Susi Dahlmeier der Deutschen Presse-Agentur.Â
«Wenn sie geborgen oder gefunden worden wĂ€re, dann hĂ€tte ich das auch akzeptiert. Aber fĂŒr mich ist es auch ganz fein, dass sie da dort ihre RuhestĂ€tte einfach hat», sagte Susi Dahlmeier weiter. Ăhnlich hatte sich frĂŒher schon auch Lauras Vater Andreas Dahlmeier geĂ€uĂert.Â
Laura-Dahlmeier-Park als Ort fĂŒr ErinnerungÂ
FĂŒr sie sei wichtig, dass es einen Erinnerungsort in der Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen gebe, die gerade den Kurpark Patenkirchen in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt hat. «Ich empfinde es als groĂe Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park jetzt praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste», sagt sie.Â
«Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann. Sie hat einfach so viele Menschen bewegt und begeistert. Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist fĂŒr die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können, wo sie vielleicht noch mal sich erinnern an die besonderen Erlebnisse, die sie mit ihr hatten.»Â
Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli vergangenen Jahres im Alter von 31 Jahren am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete BergfĂŒhrerin sofort tot, nachdem sie auf 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde.Â
Schon kurz nach dem UnglĂŒck richtete die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zusammen mit der Familie in dem Park einen Erinnerungsort ein: Ein Foto und eine an einem Felsen angebrachte Tafel. Den Felsen hat ihre Mutter Susi Dahlmeier ausgesucht, er ist aus dem Ferchenbach unweit der Partnachklamm.Â
Von Steinen verschĂŒttetÂ
Trotz einer aufwendigen Hilfsaktion sowie einer zweiten Suche, an der unter anderem der bayerische Extremkletterer Thomas Huber beteiligt war, konnte Dahlmeiers Leiche nicht geborgen werden. Sie wurde mutmaĂlich unter herabgefallenen Steinen begraben.
«Laura ist abgestĂŒrzt und ist von vielen Steinen verschĂŒttet worden», sagte Andreas Dahlmeier, der selbst Einsatzleiter bei der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ist. Es sei alles abgesucht worden am Berg. «Laura kann man nicht bergen, sonst hĂ€tten wir sie nach Hause geholt.»
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