Deutschland, Automobilindustrie

ADAC: 203.830 Kilometer Stau während der Sommerferien

17.09.2025 - 09:22:03

Der Verkehrsclub zählt in den 12 Wochen, in denen es in den verschiedenen Bundesländern Sommerferien gibt, etwas weniger Staus als die Jahre zuvor – die durchschnittliche Dauer entwickelt sich anders.

Auf dem Weg in die Sommerferien war die Chance, in einen Stau zu geraten dieses Jahr etwas geringer. Der ADAC zählt in seiner bundesweiten Bilanz für die 12 Wochen mit Sommerferien zwar 116.020 Staus mit einer Gesamtlänge von 203.830 Kilometern auf den deutschen Autobahnen, doch beides ist etwas weniger als in den beiden Vorjahren. 2024 waren es noch 119.246 Staus, 2023 sogar 122.686.

Die aufsummierte Länge der gezählten Staus sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 1.500 Kilometer. Wer einmal im Stau steckte, verlor allerdings mehr Zeit: Der aufsummierte Zeitverlust aller Staus liegt dieses Jahr laut ADAC bei 119.233 Stunden – das waren 7,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Staufalle A99

Die mit Abstand schlimmste Staustrecke war wie bereits im Vorjahr die Autobahn 99 Umfahrung München. Umgerechnet auf 100 Autobahnkilometer – die Normierung dient der Vergleichbarkeit mit anderen Autobahnen – wären es 3.024 Staus gewesen. Glücklicherweise ist die A99 kürzer. Auf Platz zwei folgt mit der A8 ebenfalls eine Autobahn im Süden Deutschlands. Sie kommt auf eine Belastung von 1.473 Staus pro 100 Kilometern. Dahinter folgt die A3 mit 1.245. Den schlimmsten Einzelstau gab es allerdings am Sonntag, 29. Juni, auf der A24 Schwerin – Berliner Ring. Er dauerte rund zehn Stunden, änderte mehrfach seine Ausdehnung und erreichte eine maximale Länge von 35 Kilometern.

Das ungünstigste Reisewochenende war dieses Jahr der 1. bis 3. August – das erste Ferienwochenende für Bayern und Baden-Württemberg. Alleine an diesen drei Tagen zählte der ADAC 4.201 Staus mit insgesamt 9.498 Kilometern Länge und einer Dauer von 4.721 Stunden. Alle drei Zahlen sind jeweils die Höchstwerte in den vergangenen Ferien. Dahinter folgt das Wochenende 25. bis 27. Juli, an dem viele Urlauber in Norddeutschland in die Ferien starteten und eine weitere Reisewelle aus Nordrhein-Westfalen anrollte. Hier zählte der ADAC 3.946 Staus mit 8.767 Kilometern.

Samstag ist besser als Freitag

Auch in diesem Jahr bestätigte sich dabei die Regel, dass innerhalb der Wochenenden in der Regel der Freitag der staureichste Tag ist. An ihm gab es dieses Jahr im Schnitt fast doppelt so viele Staus wie an Samstagen und Sonntagen. Das galt auch für das schlimmste Stauwochenende Anfang August. Der Samstag, oft als Tag des klassischen Bettenwechsels verschrien, war dagegen im Schnitt der stauärmste Tag der Wochenenden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mercedes-Chef warnt vor politischem Rechtsruck. Was er von Politik und Bürgern jetzt fordert. Mercedes-Chef Källenius warnt: Wenn Deutschland nicht umsteuert, drohen wirtschaftlicher Abstieg und ein Rechtsruck. (Wirtschaft, 07.02.2026 - 18:01) weiterlesen...

Stellantis nach Kehrtwende bei US-E-Autos in roten Zahlen. Dass US-Präsident Trump die E-Auto-Prämie streicht, erschwert die Lage. Auf dem wichtigen Markt Nordamerika hatte die Mutter von Opel, Chrysler und Fiat ohnehin Probleme. (Wirtschaft, 06.02.2026 - 10:29) weiterlesen...

BMW kooperiert mit Lidl-Schwester PreZero beim Recycling. Dabei geht es um die Umwelt - aber nicht nur. Altfahrzeuge als Schatztruhe: BMW und PreZero entwickeln neue Wege, um ausgediente Autos länger als Rohstofflieferanten zu nutzen. (Wirtschaft, 05.02.2026 - 12:00) weiterlesen...

VW und Stellantis: «Made in Europe» soll Branche stärken Mehr Jobs, mehr Innovation: VW und Stellantis wollen mit einem EU-Label die Autoindustrie fit für die Zukunft machen. (Wirtschaft, 05.02.2026 - 00:10) weiterlesen...

Ifo: Europageschäft macht deutscher Autoindustrie Hoffnung. Vor allem dank besserer Exporterwartungen auf dem Heimatkontinent. Die Lage ist aber weiter angespannt. Das Geschäftsklima steigt leicht. (Wirtschaft, 04.02.2026 - 07:55) weiterlesen...

Tanken wird teurer – Rohöl und CO2-Preis treiben Kosten. Wie sich Heizölnachfrage, Währungskurse und Tageszeit auf die Preise an den Zapfsäulen auswirken. Benzin und Diesel kosteten im Januar mehr als im Dezember. (Wirtschaft, 03.02.2026 - 12:21) weiterlesen...