Wim, Wenders

Wim Wenders dreht Minifilm ĂŒber die deutsche Kapitulation

08.05.2025 - 00:08:36 | dpa.de

Der von Deutschland entfachte Zweite Weltkrieg endet 1945 mit der Kapitulation in einer Schule in Reims. Zu dieser selten erzÀhlten Geschichte hat Starregisseur Wim Wenders einen kleinen Film gemacht.

Wim Wenders wird im August 80. (Archivbild) - Foto: Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa
Wim Wenders wird im August 80. (Archivbild) - Foto: Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

Mit einem vierminĂŒtigen Film erzĂ€hlt der deutsche Weltstar und Filmemacher Wim Wenders (79) die kaum bekannte Geschichte der deutschen Kapitulation vor 80 Jahren in der Champagne-Stadt Reims. 

Das AuswĂ€rtige Amt veröffentlichte den Film «Die SchlĂŒssel zur Freiheit» von Wenders und der Agentur Scholz & Friends Berlin nun passend zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Europa.

 

«Es gibt Orte, wo Geschichte geschrieben wurde – und die trotzdem niemand kennt», beginnt Wenders («Der Himmel ĂŒber Berlin», «Paris, Texas», «Perfect Days») seinen Minifilm. 

Wenders reist zu dem vor 80 Jahren wohl «geheimsten Ort Europas»: zum Kartenraum eines Gymnasiums im französischen Reims, der als War Room der Alliierten diente. Im Film verwebt Wenders gekonnt die AtmosphÀre dieses Zimmers und Originalaufnahmen der Kapitulation mit gegenwÀrtigen Gedanken.

«Freiheit ist niemals selbstverstÀndlich»

«Ich wurde nur wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geboren und habe bald 80 Jahre lang in einem Land gelebt, das Frieden und Freiheit zurĂŒckgewinnen konnte, vollendet 1990 durch die Wiedervereinigung», sagt Wenders («Buena Vista Social Club», «Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes») laut einer Mitteilung zu dem Kurzfilm. 

«Mit vielen mir vertrauten Kreativen aus Deutschland und Frankreich und herzlicher UnterstĂŒtzung der Mitwirkenden in Reims konnte ich einen kleinen Film drehen, der nicht nur im historischen RĂŒckblick zeigt: Freiheit ist niemals selbstverstĂ€ndlich.»

Eisenhower und Jodl

Inmitten des regulĂ€ren Schulbetriebs organisierte von Reims aus Mitte der 40er Jahre der amerikanische General Dwight D. Eisenhower den Kampf gegen die Wehrmacht. Und dorthin kam - eine Woche nach dem Tod von Adolf Hitler - am frĂŒhen Abend des 7. Mai 1945 der deutsche General Alfred Jodl mit der Absicht, eine deutsche Kapitulation nur an der Westfront zu verhandeln. Doch er wurde dazu bewegt, die vollstĂ€ndige bedingungslose Kapitulation zu unterschreiben. 

Zwei Monate spĂ€ter soll ein US-General dem BĂŒrgermeister von Reims die SchlĂŒssel zum Kartenraum des LycĂ©e (der Oberschule) mit den Worten ĂŒbergeben haben: «Dies sind die SchlĂŒssel zur Freiheit der Welt».

Deutsche Kapitulation erst in Reims, dann in Berlin

Der Zweite Weltkrieg hatte am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen begonnen. Die deutsche Kapitulation wurde am 7. Mai 1945 in Reims unterzeichnet und trat am 8. Mai um 23.01 Uhr MEZ in Kraft. In der Nacht zum 9. Mai folgte auf sowjetischen Wunsch eine zweite Unterzeichnung in Berlin-Karlshorst – deshalb feiert Russland den 9. Mai als Tag des Sieges.

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