Deutscher Buchpreis: Shida Bazyar gewinnt mit „Die Lücken“
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 18:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Shida Bazyar gewinnt in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis für ihren Roman „Die Lücken“.
Entscheidung in Frankfurt bekanntgegeben
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gab die Auszeichnung in Frankfurt bekannt. Mit dem Preis gehört Bazyar zu den wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
Roman über historische Verantwortung
„Die Lücken“ beschäftigt sich mit der deutschen Vergangenheit und den gesellschaftlichen Mechanismen, durch die Ausgrenzung und Gewalt möglich werden. Der Roman richtet den Blick dabei auf Leerstellen, Erinnerungen und die Frage, wie Menschen in ihrem Umfeld auf Unrecht reagieren.
Auszeichnung mit großer Aufmerksamkeit
Der Deutsche Buchpreis zählt zu den bekanntesten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum. Die Ehrung sorgt traditionell für eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit für den ausgezeichneten Roman und seine Autorin.
Literaturpreis mit politischem Resonanzraum
Der Deutsche Buchpreis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Die Verleihung findet traditionell im Umfeld der Frankfurter Buchmesse statt und lenkt Aufmerksamkeit auf einen einzelnen Roman, dessen Verkauf und öffentliche Diskussion dadurch deutlich wachsen können.
Shida Bazyars Roman „Die Lücken“ verbindet die Perspektive der Gegenwart mit der Auseinandersetzung über die Entstehung nationalsozialistischer Gewalt in einer Kleinstadt. Der Schauplatz ist literarisch gestaltet, greift jedoch historische Erfahrungen und gesellschaftliche Mechanismen auf: Ausgrenzung, Anpassung, Mitwissen und Schweigen stehen dabei im Mittelpunkt.
Bedeutung für Leserinnen und Leser
Die Auszeichnung macht das Buch auch für Leser interessant, die sich mit deutscher Erinnerungskultur, lokaler Geschichte und der Frage beschäftigen, wie demokratische Gesellschaften unter Druck geraten. Der Preis kann zudem dazu beitragen, schwierige historische Themen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Für den Buchmarkt bedeutet die Entscheidung eine erhöhte Sichtbarkeit für Bazyars Werk und den Verlag. Zugleich rückt sie die Rolle literarischer Romane in den Blick, die historische Verantwortung nicht nur dokumentarisch, sondern über Figuren, Alltagssituationen und individuelle Entscheidungen erfahrbar machen.
