Amoktat, Behandlung

17-JĂ€hriger nach Amoktat weiter in Behandlung

26.02.2024 - 09:38:32 | dpa.de

Die Amoktat an einem Gymnasium in Wuppertal hat bundesweit Entsetzen ausgelöst. Die Frage nach dem Warum ist noch unbeantwortet. Ergebnisse eines psychiatrischen Gutachtens stehen noch aus.

Am Donnerstag verletzte ein SchĂŒler vier MitschĂŒler mit Messerstichen. Die Polizei ĂŒberwachte daraufhin das Gymnasium. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

Nach der Amoktat an einem Wuppertaler Gymnasium mit acht Verletzten ist der Unterricht begleitet von Schulpsychologen wieder aufgenommen worden. Etwa 15 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen hĂ€tten fĂŒr GesprĂ€chs- und UnterstĂŒtzungsangebote fĂŒr alle Betroffenen vor Ort zur VerfĂŒgung gestanden, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung DĂŒsseldorf.

Die Wiederaufnahme des planmĂ€ĂŸigen Unterrichts solle den SchĂŒlern durch gewohnte AblĂ€ufe KontinuitĂ€t und StabilitĂ€t bieten. Polizisten bewachten die Schule nicht mehr, wie die Sprecherin der Bezirksregierung weiter mitteilte.  An den ZugĂ€ngen sind den Angaben zufolge allerdings LehrkrĂ€fte als zusĂ€tzliche Aufsicht eingeteilt worden.  

Wie lange die Schulpsychologen vor Ort seien, richte sich nach dem Bedarf. Am Freitag, dem Tag nach der Tat, waren 30 Schulpsychologen im Einsatz. 

Mit einem Klappmesser auf MitschĂŒler losgegangen

Am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium waren am Donnerstag vier SchĂŒler durch Messerstiche verletzt worden. Der tatverdĂ€chtige SchĂŒler soll in einem Pausenraum der Oberstufe plötzlich mit einem Klappmesser mit einer bis zu acht Zentimeter langen Klinge auf seine MitschĂŒler losgegangen sein. Drei SchĂŒlerinnen erlitten einen Schock. Der 17-JĂ€hrige soll sich auch selbst mit einem Messer verletzt haben. Eine Mordkommission der DĂŒsseldorfer Polizei ermittelt in dem Fall. 16 SchĂŒler und ein Lehrer gelten als Zeugen. 

Der wegen des Amoklaufs dringend tatverdÀchtige 17-JÀhrige muss weiter medizinisch behandelt werden. Er werde auf einer Krankenstation bewacht, sagte der Wuppertaler Staatsanwalt Patrick Penders am Montag der Deutschen Presse-Agentur. 

Das Ergebnis der psychiatrischen Untersuchung des 17-JĂ€hrigen stehe noch aus. Nach Angaben der Ermittler gibt es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Jugendlichen. Sollte das Gutachten ergeben, dass der TatverdĂ€chtige psychiatrisch versorgt werden mĂŒsse, werde er beim Amtsgericht Wuppertal einen neuen Antrag stellen, um den Haftbefehl gegen den deutsch-tĂŒrkischen OberstufenschĂŒler wegen zweifachen versuchten Mordes und zweifacher gefĂ€hrlicher Körperverletzung umzuwandeln in einen Unterbringungsbefehl, erklĂ€rte Penders.

In dem Fall kĂ€me der TatverdĂ€chtige, falls er transportfĂ€hig ist, in ein psychiatrisches Krankenhaus beziehungsweise in eine forensische Einrichtung fĂŒr psychisch kranke StraftĂ€ter. NatĂŒrlich sei er auch jetzt nicht frei, sondern seit Freitag in Untersuchungshaft und unter Bewachung von GefĂ€ngniswĂ€rtern, betonte der Staatsanwalt. 

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