Covid-19, Corona

Start der Corona-Impfsaison mit angepassten PrÀparaten

18.09.2023 - 05:34:24

Die Corona-Impfsaison startet, mit an aktuelle Virusvarianten angepassten PrÀparaten. Wie stark die Nachfrage danach sein wird, ist jedoch unklar.

Mit der Ausgabe des an die aktuellen Virusvarianten angepassten Impfstoffs von Biontech soll heute die Corona-Impfsaison starten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wollte sich am Vormittag zur Corona-Lage vor dem Herbst Ă€ußern - ebenso wie der amtierende PrĂ€sident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade.

Erwartet werden fĂŒr die Impfsaison in den kommenden Wochen insgesamt 14 Millionen Dosen des Biontech-PrĂ€parats, das an die Omikron-Sublinie XBB.1.5 angepasst ist. Hinzu kommen das angepasste PrĂ€parat des US-Herstellers Moderna, das erst am Freitag fĂŒr Europa zugelassen wurde, sowie ein angepasster Impfstoff des Herstellers Novavax.

Stiko hÀlt an Impfempfehlungen fest

FĂŒr den neu angepassten Corona-Impfstoff hĂ€lt die StĂ€ndige Impfkommission (Stiko) an ihren bisherigen Impfempfehlungen fest. Bestimmte Risikogruppen sollten sich nach wie vor durch eine Auffrischungsimpfung schĂŒtzen, teilte das Expertengremium mit. Dazu zĂ€hlen etwa Menschen ab 60, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ab einem Alter von sechs Monaten, Pflege- und Gesundheitspersonal sowie Angehörige von Risikopatienten. «Zu Beginn der Impfsaison sollten sehr alte Menschen sowie weitere Personen mit einem relevanten Risiko fĂŒr schwere Erkrankung bei Infektion vorzugsweise geimpft werden», heißt es.

FĂŒr gesunde Erwachsene gilt weiterhin: Wer zweimal gegen Sars-CoV-2 geimpft sowie geboostert oder infiziert wurde, hat aus Stiko-Sicht eine BasisimmunitĂ€t aufgebaut und muss erst einmal keinen weiteren Booster einplanen. Auch bei gesunden MinderjĂ€hrigen bleibt die Ansage gleich - eine routinemĂ€ĂŸige Corona-Impfung wird nicht empfohlen.

Experten rechnen mit Belastung des Gesundheitswesens

Offen ist, wie sich die Nachfrage nach der Corona-Impfung entwickeln wird. Die KassenĂ€rztliche Vereinigung in Baden-WĂŒrttemberg rechnet nicht mit einer großen Nachfrage nach den angepassten PrĂ€paraten. «Die neueste Virus-Variante scheint nach allem, was uns bekannt ist, keine anderen VerlĂ€ufe erwarten zu lassen als bisher», teilte der Verband mit.

Dennoch lĂ€sst sich das Ausmaß der Corona-Welle in Herbst und Winter kaum vorhersagen. Doch generell rechnen Fachleute wegen des Personalmangels und der saisonalen Infektionswellen mit anderen Erregern wie etwa Grippe oder ErkĂ€ltungen mit einer starken Belastung des Gesundheitswesens.

@ dpa.de