MĂ€hdrescher, Mecklenburg-Vorpommern

Not-Amputation nach MĂ€hdrescher-Unfall - Polizei ermittelt

22.08.2023 - 13:43:42

Die dramatische Rettungsaktion nach einem Landwirtschaftsunfall im Nordosten sorgt fĂŒr Aufmerksamkeit. Die Polizei untersucht, ob der Unfall strafrechtliche Konsequenzen hat.

Nach der dramatischen Rettungsaktion fĂŒr einen in einem MĂ€hdrescher steckenden Mann am Wochenende ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlĂ€ssigen Körperverletzung. ZunĂ€chst richteten sich die Ermittlungen gegen keinen bestimmten Beschuldigten, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es gelte zu ermitteln, inwiefern tatsĂ€chlich ein strafbares Verhalten vorgeworfen werden könne oder ob es sich um einen UnglĂŒcksfall ohne strafrechtliche Konsequenzen handele.

Am Samstag war der 25 Jahre alte Mitarbeiter eines Agrarbetriebs im Landkreis Rostock mit seinen Beinen in einen Mechanismus im Kornspeicher eines MĂ€hdreschers geraten. Im Rahmen eines mehrstĂŒndigen Einsatzes mussten ihm beide Beine noch auf dem Feld amputiert werden. Am Montag habe das Krankenhaus mitgeteilt der Mann sei außer Lebensgefahr, sagte der Polizeisprecher.

Seiner Aussage nach waren bei dem UnglĂŒck drei Menschen direkt zugegen: Zwei 25 Jahre alte Mitarbeiter des Agrarbetriebs und eine 24 Jahre alte Erntehelferin. Vor dem Fortsetzen der Ernte wollten sie demnach die Bunkeranlage des MĂ€hdreschers leeren. Dabei hĂ€tten sie eine technische Störung festgestellt. Eigentlich wĂŒrde die Maschine wegen einer Sicherung ausgehen, wenn sich niemand auf dem Fahrersitz befindet, sagte der Sprecher. Die Helferin befand sich demnach allerdings weiterhin auf dem Sitz, wĂ€hrend die 25-JĂ€hrigen mit Schaufeln die Störung hĂ€tten beseitigen wollen. Der nicht verunfallte 25-JĂ€hrige habe zudem einen Anruf entgegengenommen. Wieso das Opfer in den Trichter hineingerutscht sei, sei noch unklar. Dazu sollten noch Befragungen erfolgen.

@ dpa.de