Island, Ruhige

Island: Ruhige Nacht nach erneutem Vulkanausbruch

15.01.2024 - 10:44:26

Die Erde im SĂŒdwesten Islands kommt nicht zur Ruhe. Ein erneuter Vulkanausbruch hat den Ort GrindavĂ­k erreicht und dort schwere SchĂ€den angerichtet. Staat und Regierung machen den Ernst der Lage klar.

  • Menschen beobachten von Norden aus den Ausbruch des Vulkans in der NĂ€he von Grindavik. - Foto: Marco Di Marco/AP

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  • Der Vulkan, der etwa 40 Kilometer sĂŒdwestlich der Hauptstadt ReykjavĂ­k liegt, war am Sonntagmorgen ausgebrochen. - Foto: Uncredited/Icelandic Civil Protection/AP/dpa

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Menschen beobachten von Norden aus den Ausbruch des Vulkans in der NĂ€he von Grindavik. - Foto: Marco Di Marco/APDer Vulkan, der etwa 40 Kilometer sĂŒdwestlich der Hauptstadt ReykjavĂ­k liegt, war am Sonntagmorgen ausgebrochen. - Foto: Uncredited/Icelandic Civil Protection/AP/dpa

Die Nacht nach dem zweiten Vulkanausbruch auf Island innerhalb von vier Wochen ist ruhig verlaufen. Das teilte die islĂ€ndische Zivilschutzbehörde laut dem Fernsehsender RÚV am Montagmorgen mit. Demnach ist aus der Erdspalte, die dem evakuierten KĂŒstenort GrindavĂ­k am nĂ€chsten liegt, seit Stunden kein Lava mehr ausgetreten. Auf dem Livestream des Senders war zu sehen, dass aus der weiter nördlich liegenden Erdspalte weiterhin Lava sprudelte.

Der Geophysiker MagnĂșs Tumi Guðmundsson sagte dem Fernsehsender, es sei derzeit noch nicht möglich abzuschĂ€tzen, wie sich der Vulkanausbruch weiter entwickeln werde.

Am Sonntagmorgen war etwa 40 Kilometer sĂŒdwestlich der islĂ€ndischen Hauptstadt ReykjavĂ­k ein Vulkan ausgebrochen. Bei der fĂŒnften Eruption im SĂŒdwesten der Insel seit 2021 erreichte die aus der Erde sprudelnde Lava erstmals auch GrindavĂ­k. Dort wurden mehrere HĂ€user zerstört. Der 4000-Einwohner-Ort war in der Nacht zum Sonntag evakuiert worden, als sich die erneute Eruption mit einer Erdbebenserie angekĂŒndigt hatte.

GrindavĂ­k war schon bei dem Ausbruch Mitte Dezember in Mitleidenschaft gezogen worden - allerdings nicht durch die Lava, sondern durch etliche Erdbeben, die tiefe Risse in Straßen und andere SchĂ€den verursachten.

Wie die islÀndische Regierung mitteilte, besteht durch den Vulkanausbruch keine Lebensgefahr. Auch der Flugverkehr von und nach Island ist demnach nicht beeintrÀchtigt.

@ dpa.de