Ermittler: Mehr Hinweise auf Erkrankung bei Todesfahrer
05.03.2025 - 16:45:26 | dpa.deNach der Todesfahrt von Mannheim verdichten sich die Hinweise auf eine seit Jahren herrschende psychische Erkrankung des TĂ€ters. Das gehe unter anderem aus umfangreichen Ă€rztlichen Unterlagen und zahlreichen Zeugenaussagen hervor, teilten Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft mit. «Er befand sich in der Vergangenheit regelmĂ€Ăig in Ă€rztlicher bzw. psychiatrischer Behandlung, zuletzt im vergangenen Jahr auch stationĂ€r», heiĂt es unter anderem in einer Mitteilung.
Gegen den 40 Jahre alten Ludwigshafener war am Dienstagabend Haftbefehl wegen zweifachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes erlassen worden. Bei seiner VorfĂŒhrung beim Haftrichter machte er laut LKA keine Angaben.Â
Die Ermittler sind aber ĂŒberzeugt, dass der Deutsche am Rosenmontag mit seinem Wagen mit hoher Geschwindigkeit Hunderte Meter weit durch die Mannheimer FuĂgĂ€ngerzone gerast und absichtlich auf Menschen zugefahren ist. Eine 83-jĂ€hrige Frau und ein 54-jĂ€hriger Mann kamen ums Leben. Die Zahl der Verletzten ist nach Angaben der Ermittler auf 14 gestiegen, darunter ist auch ein zweijĂ€hriges Kind. Vier Menschen werden demnach noch in KrankenhĂ€usern behandelt.
Bei der Suche nach einem Grund fĂŒr die Tat hat das LKA bislang nach eigenen Angaben keine Anhaltspunkte fĂŒr ein extremistisches oder politisches Motiv gefunden. Es seien zwar Hinweise auf mögliche Kontakte ins rechtsextreme Milieu aus dem Jahr 2018 bekannt, auch sie seien Teil der Ermittlungen. «Abfragen bei verschiedenen Nachrichtendiensten fĂŒhrten allerdings zu keinen extremismusrelevanten RĂŒckmeldungen», hieĂ es weiter. Auch bei den bisher gesichteten Asservaten konnten bislang keine Anhaltspunkte fĂŒr eine extremistische Gesinnung gefunden werden.
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