Ermittler, Hinweise

Ermittler: Mehr Hinweise auf Erkrankung bei Todesfahrer

05.03.2025 - 16:45:26 | dpa.de

Die Ermittler sind sich zwar sicher: Der Todesfahrer von Mannheim hat mit Absicht Menschen in der Innenstadt umgefahren. Aber sie sind auch zunehmend ĂŒberzeugt, dass der Mann nicht gesund ist.

  • Die Ermittler haben die Wohnung des TatverdĂ€chtigen durchsucht.  - Foto: Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa
    Die Ermittler haben die Wohnung des TatverdÀchtigen durchsucht. - Foto: Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa
  • Mit Blumen und Kerzen wird nach der Todesfahrt der Opfer gedacht. - Foto: Uli Deck/dpa
    Mit Blumen und Kerzen wird nach der Todesfahrt der Opfer gedacht. - Foto: Uli Deck/dpa
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Nach der Todesfahrt von Mannheim verdichten sich die Hinweise auf eine seit Jahren herrschende psychische Erkrankung des TĂ€ters. Das gehe unter anderem aus umfangreichen Ă€rztlichen Unterlagen und zahlreichen Zeugenaussagen hervor, teilten Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft mit. «Er befand sich in der Vergangenheit regelmĂ€ĂŸig in Ă€rztlicher bzw. psychiatrischer Behandlung, zuletzt im vergangenen Jahr auch stationĂ€r», heißt es unter anderem in einer Mitteilung.

Gegen den 40 Jahre alten Ludwigshafener war am Dienstagabend Haftbefehl wegen zweifachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes erlassen worden. Bei seiner VorfĂŒhrung beim Haftrichter machte er laut LKA keine Angaben. 

Die Ermittler sind aber ĂŒberzeugt, dass der Deutsche am Rosenmontag mit seinem Wagen mit hoher Geschwindigkeit Hunderte Meter weit durch die Mannheimer FußgĂ€ngerzone gerast und absichtlich auf Menschen zugefahren ist. Eine 83-jĂ€hrige Frau und ein 54-jĂ€hriger Mann kamen ums Leben. Die Zahl der Verletzten ist nach Angaben der Ermittler auf 14 gestiegen, darunter ist auch ein zweijĂ€hriges Kind. Vier Menschen werden demnach noch in KrankenhĂ€usern behandelt.

Bei der Suche nach einem Grund fĂŒr die Tat hat das LKA bislang nach eigenen Angaben keine Anhaltspunkte fĂŒr ein extremistisches oder politisches Motiv gefunden. Es seien zwar Hinweise auf mögliche Kontakte ins rechtsextreme Milieu aus dem Jahr 2018 bekannt, auch sie seien Teil der Ermittlungen. «Abfragen bei verschiedenen Nachrichtendiensten fĂŒhrten allerdings zu keinen extremismusrelevanten RĂŒckmeldungen», hieß es weiter. Auch bei den bisher gesichteten Asservaten konnten bislang keine Anhaltspunkte fĂŒr eine extremistische Gesinnung gefunden werden.

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