82 Millionen Menschen mehr auf der Welt als vor einem Jahr
30.12.2024 - 04:00:44Zum Jahreswechsel leben auf der Erde einer SchÀtzung zufolge 8,156 Milliarden Menschen. Dies seien etwa 82 Millionen Menschen mehr als vor genau einem Jahr (8,083 Milliarden), teilte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mit. Zum Vergleich: In Deutschland leben zurzeit Àhnlich viele Menschen, nÀmlich etwa 84 Millionen Menschen.
Die Zahl von weltweit 8 Milliarden Menschen war im November 2022 ĂŒberschritten worden. Die Vereinten Nationen (UN) rechnen damit, dass die 9-Milliarden-Marke im Jahr 2037 geknackt werden könnte. In der zweiten HĂ€lfte des Jahrhunderts wĂŒrden dann voraussichtlich 10 Milliarden erreicht, vermuten die UN.Â
Anstieg der Bevölkerung flacht ab
Nach Angaben der DSW steigt zwar die absolute Zahl der Menschen stetig an, allerdings verlaufe dieser Anstieg immer langsamer. GegenwĂ€rtig bekĂ€men Frauen weltweit im Durchschnitt 2,2 Kinder.Â
Besonders stark wÀchst die Bevölkerung laut DSW in Afrika: Dort werde sich die Bevölkerung in den kommenden zwei Jahrzehnten voraussichtlich mehr als verdoppeln. Bis Ende des Jahrhunderts werde die Bevölkerung Afrikas von heute 1,2 auf voraussichtlich 3,4 Milliarden Menschen anwachsen.
Frauen fĂ€llt eine SchlĂŒsselrolle zu
Die Stiftung geht davon aus, dass die Weltbevölkerung bis Mitte der 2080er Jahre mit grob 10 Milliarden Menschen ihren Höchststand erreichen wird. «Danach, so die Prognosen, sorgen eine sinkende Zahl an Geburten plus eine wachsende Zahl an SterbefĂ€llen dafĂŒr, dass die Weltbevölkerung nicht nur altert, sondern auch zu schrumpfen beginnt», heiĂt es.
Bei der Zahl der Geburten falle Frauen eine SchlĂŒsselrolle zu: Sie mĂŒssten in der Lage sein, ihr Leben und ihre Familienplanung selbst zu bestimmen. Bildung und sexuelle AufklĂ€rung seien unverzichtbar, damit MĂ€dchen und junge Frauen entscheiden könnten, «wann und mit wem sie wie viele Kinder bekommen».
«Wenn Frauen gleichberechtigt sind, Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, wirtschaftlicher UnabhĂ€ngigkeit und eigener politischer Willensbildung haben, dann werden auch die Familien automatisch kleiner», erklĂ€rte DSW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jan Kreutzberg.


