Deutschland, Bahn

Polizeigewerkschaft: Bahnhöfe sind KriminalitÀts-Hotspots

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 09:32 Uhr | dpa.de

Die Gewerkschaft der Polizei sieht die DB Sicherheit primÀr zustÀndig, um das Alkoholverbot an Bahnhöfen durchzusetzen. Entscheidend sei die konsequente Umsetzung.

Alexander Poitz: «Wir mĂŒssen personell auf jeden Fall die Bundespolizei stĂ€rken.»  - Bild: Katharina Kausche/dpa
Alexander Poitz: «Wir mĂŒssen personell auf jeden Fall die Bundespolizei stĂ€rken.» - Bild: Katharina Kausche/dpa

Bei der Durchsetzung eines Alkoholkonsumverbots an Bahnhöfen sieht die Gewerkschaft der Polizei zunĂ€chst die DB Sicherheit in der Pflicht. Das Hausrecht mĂŒsse erst mal die DB Sicherheit durchfĂŒhren, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Alexander Poitz, im ZDF-«Morgenmagazin». «Was nicht passieren darf, ist, dass ein Vollzugsdefizit jetzt einsetzt.» Die Bundespolizei werde erst zustĂ€ndig, wenn Straftaten passierten. «Wir mĂŒssen personell auf jeden Fall die Bundespolizei stĂ€rken.» 

Nach dem Willen der Deutschen Bahn soll es kĂŒnftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein oder Schnaps zu trinken. Die flĂ€chendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober abgeschlossen sein.

Poitz: Alkoholkonsumverbot in ZĂŒgen wĂ€re konsequent

Ein Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen sei «grundsĂ€tzlich richtig», sagte Poitz. Entscheidend sei die konsequente Umsetzung. Poitz verwies darauf, dass Bahnhöfe in Deutschland zu «Hotspots des KriminalitĂ€tsgeschehens» geworden seien. Es gebe dort Waffen- und Gewaltdelikte. «Also letztendlich wĂ€re es konsequent, auch in den ZĂŒgen ein Alkoholkonsumverbot auszusprechen, damit ebendiese gewaltbereiten und vehementen Personen dann vom Bahnhof verschwinden und diese Gewaltdelikte aufhören, die wir in den letzten Wochen auch feststellen mussten.»

An mehreren großen Bahnhöfen gebe es bereits entsprechende Regeln, sagte Poitz. «Wir haben insbesondere an Großbahnhöfen wie MĂŒnchen, Bremen als auch Hamburg schon ein Alkoholkonsumverbot, da haben wir sehr positive Erfahrungen: Hier gehen die Straftaten, insbesondere die Gewaltdelikte, zurĂŒck.»

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