Kanaren, Teneriffa

Waldbrand auf Teneriffa erfasst bereits 10.000 Hektar

20.08.2023 - 13:38:51

Die Lage auf der Kanaren-Insel bleibt weiter angespannt. Im Norden und Nordosten Teneriffas mussten Tausende bereits ihre HÀuser verlassen. Hunderte EinsatzkrÀfte kÀmpfen gegen die Flammen.

Der Waldbrand auf der bei Urlaubern beliebten Kanaren-Insel Teneriffa ist nach noch immer außer Kontrolle. Die Flammen hĂ€tten bisher circa 10.000 Hektar Natur erfasst, teilte der kanarische Regierungschef Fernando Clavijo am Sonntag mit. Das entspricht der FlĂ€che von knapp 14.000 Fußballfeldern. Die gute Nachricht sei, dass die gesamte SĂŒdfront des Feuers «sehr stabil» sei. Sorgen bereite die nördliche BrandflĂ€che.

Die Zahl der Menschen, die bisher wegen des Feuers im Norden und Nordosten der Insel ihre HÀuser verlassen mussten, liegt nach BehördenschÀtzung bei mehr als 12.000. Diese SchÀtzung basiere auf die Einwohnerzahlen der elf betroffenen Gemeinden. ZunÀchst hatte eine Behördensprecherin am Samstag sogar von rund 26.000 Evakuierten gesprochen. Diese Zahl wurde spÀter deutlich nach unten korrigiert. Verletzte oder zerstörte HÀuser wurden vorerst nicht gemeldet.

Die Ursache des am spĂ€ten Dienstagabend nahe der Gemeinde Arafo ausgebrochenen Brandes war weiter unklar. Die Flammen wurden auch in der Nacht zum Sonntag nach Angaben des kanarischen Notdienstes von mehr als 340 EinsatzkrĂ€ften bekĂ€mpft. Nach Tagesanbruch wolle man wieder Lösch-Flugzeuge und Hubschrauber einsetzen, hieß es. Die Zahl werde am Sonntag von 19 auf 23 erhöht.

Schwer zugÀngliches GelÀnde

Der spanische Innenminister MinisterprĂ€sident Fernando Grande-Marlaska sagte am Samstag zum Abschluss seines Besuches auf Teneriffa: «Wir können uns einigermaßen sicher fĂŒhlen und können hoffen, dass wir das Feuer in den nĂ€chsten Tagen unter Kontrolle bekommen, wenn das Wetter mitspielt.» MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez kĂŒndigte fĂŒr Montag einen Besuch der Insel an.

Nach Angaben des kanarischen Regierungschefs handelt es sich um einen der schwersten BrÀnde auf Teneriffa in den vergangenen 40 Jahren. Die Löscharbeiten wurden laut amtlichen Angaben von Anfang an wegen des schwer zugÀnglichen GelÀndes, der widrigen Wetterbedingungen und der starken Rauchentwicklung erschwert. In den touristischen Gebieten der Insel herrschte nach amtlichen Angaben weiterhin NormalitÀt.

@ dpa.de