Spanien, Israel

Spanien fordert erneut Ausschluss Israels vom ESC

10.09.2025 - 13:04:51

Die linksgerichtete Regierung Spaniens zĂ€hlt in Europa zu den schĂ€rfsten Kritikern des israelischen MilitĂ€reinsatzes in Gaza. Nun rĂŒckt die Teilnahme Israels am ESC erneut in den Fokus der Debatte.

Wegen des Gaza-Kriegs fordert die spanische Regierung erneut den Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest. Sollte dies nicht geschehen, mĂŒsse Spanien gegebenenfalls ĂŒber einen RĂŒckzug vom Musik-Wettbewerb nachdenken, sagte Kulturminister Ernest Urtasun im Interview des staatlichen TV-Senders RTVE. Zuvor hatte in Spanien unter anderem auch MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez den Ausschluss Israels gefordert.

RTVE ist einer der fĂŒnf grĂ¶ĂŸten Geldgeber des ESC. Auf die Frage nach einem möglichen RĂŒckzug des Senders sagte Urtasun: «Das ist eine Entscheidung, die RTVE treffen muss. Aber was ich sagen kann, ist: Wenn Israel teilnimmt und wir es nicht schaffen, sie (die Israelis) auszuschließen, wird man Maßnahmen ergreifen mĂŒssen.» Man werde dann auch einen RĂŒckzug erwĂ€gen mĂŒssen.

SĂĄnchez hatte im Mai als BegrĂŒndung fĂŒr seine Forderung das militĂ€rische Vorgehen Israels im Gazastreifen genannt. Die Offensive habe sogar in der Nacht des ESC-Finales 2025 mit weiteren Bombardierungen angedauert, betonte er. In Anspielung auf den Umgang mit Russland sagte der sozialistische Politiker: «Wir dĂŒrfen keine doppelten Standards in der Kultur zulassen.» Niemand habe sich empört, als Russland wegen der Invasion der Ukraine vom ESC ausgeschlossen wurde. «Dasselbe sollte auch fĂŒr Israel gelten.»

@ dpa.de