SchÀdel, Mordserie

SchÀdel aus Mordserie nach 17 Jahren identifiziert

18.08.2025 - 12:30:37

Die neuen EigentĂŒmer des Hauses eines verurteilten Serienmörders machen eine schreckliche Entdeckung. Der Fall ist Teil einer brutalen Mordserie - der HaupttĂ€ter ist bereits verurteilt.

  • Leichenteile im Garten des Hauses brachten die Ermittlungen ins Rollen - nun tauchte dort auch der SchĂ€del auf. (Archivbild) - Foto: Stefan Puchner/dpa

    Stefan Puchner/dpa

  • Weil er drei Menschen getötet hat, wurde der Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. (Archivbild)  - Foto: Stefan Puchner/dpa

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  • Der HaupttĂ€ter erdrosselte und zerstĂŒckelte nach Auffassung des Gerichts in den Jahren 2008, 2014 und 2019 drei MĂ€nner. Zu den Opfern gehörten der Ehemann und ein LebensgefĂ€hrte seiner Tochter. (Archivbild) - Foto: Thomas Burmeister/dpa

    Thomas Burmeister/dpa

Leichenteile im Garten des Hauses brachten die Ermittlungen ins Rollen - nun tauchte dort auch der SchĂ€del auf. (Archivbild) - Foto: Stefan Puchner/dpaWeil er drei Menschen getötet hat, wurde der Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. (Archivbild)  - Foto: Stefan Puchner/dpaDer HaupttĂ€ter erdrosselte und zerstĂŒckelte nach Auffassung des Gerichts in den Jahren 2008, 2014 und 2019 drei MĂ€nner. Zu den Opfern gehörten der Ehemann und ein LebensgefĂ€hrte seiner Tochter. (Archivbild) - Foto: Thomas Burmeister/dpa

Ein in einem Garten in Sontheim gefundener SchĂ€del ist identifiziert - der Fund knĂŒpft an einen lange zurĂŒckliegenden und gelösten Mordfall an. DNA-Untersuchungen ergaben laut Staatsanwaltschaft Ellwangen zweifelsfrei, dass es sich bei dem Gartenfund um den Kopf eines am 13. Februar 2008 getöteten Mannes handelt. Dessen Rest des Körpers wurde im Jahr 2008 in SĂŒdtirol zufĂ€llig entdeckt. Der SchĂ€del im Garten wurde vor einiger Zeit von den jetzigen EigentĂŒmern in Sontheim unter einer Betonplatte gefunden. 

Am Fundort lebte jedoch frĂŒher ein verurteilter Serienmörder. Die Mordserie in Sontheim an der Brenz an der Landesgrenze von Baden-WĂŒrttemberg und Bayern, in die der Serienmörder verwickelt war, beschĂ€ftigte Ermittler und Justiz ĂŒber Jahre.

Die Taten wurden laut Staatsanwaltschaft in den Jahren 2008, 2014 und 2019 verĂŒbt. Der HaupttĂ€ter und seine zwei Söhne sitzen schon seit Jahren in Haft. Zu den Opfern gehörte der Schwiegersohn, ein weiterer Partner der Tochter sowie der Vermieter seiner Garage, den er wohl tötete, um an sein Geld zu kommen. 

Enthauptete Leiche wurde in SĂŒdtirol gefunden 

Fast zwei Jahrzehnte lang fehlte vom ersten Opfer, dem Schwiegersohn, jede Spur. Bis im Juni bekannt wurde, dass eine schon 2008 in SĂŒdtirol gefundene Leiche ohne Kopf zu dem jungen Mann gehört. Dass der Kopf gefunden wurde, bezeichnete die Staatsanwaltschaft damals als Zufall. 

 

Verurteilt wurde der damals 55-jĂ€hrige italienische StaatsbĂŒrger 2019 und 2020 vom Landgericht Ellwangen wegen zweifachen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Auch seine beiden Söhne, die als MittĂ€ter beteiligt gewesen sind, verbĂŒĂŸen deswegen Haftstrafen. 

Bei den Taten ging der streng katholische Familienvater als HaupttĂ€ter laut Gericht immer gleich vor: Erst erdrosselte er seine Opfer, dann zerstĂŒckelte er sie mit KettensĂ€gen. Anschließend entsorgte er die Leichen. 

Keine erneute Anklage 

Den Garagenvermieter tötete der Mann 2019 dem Urteil zufolge aus Habgier. Den tĂŒrkischen Schwiegersohn 2008, weil er aus seiner Sicht nicht in die italienische Familie passte. Und den neuen LebensgefĂ€hrten seiner Tochter 2014, weil dieser sie und ihre Kinder körperlich misshandelt haben soll. Bei einer Vernehmung 2019 hatte der Mann die Taten gestanden. 

Weitere Ermittlungen in dem Fall wird es laut Staatsanwaltschaft Ellwangen nicht geben. Der TÀter sei wegen des Delikts am 11. Februar 2020 durch das Landgericht Ellwangen bereits rechtskrÀftig verurteilt worden.

@ dpa.de