Hauseinsturz: Was den VerdÀchtigen noch vorgeworfen wird
08.06.2026 - 07:44:58 | dpa.de
Gegen die nach einem Hauseinsturz in Görlitz festgenommenen MÀnner ermittelt die Polizei auch wegen anderer Delikte. Es handle sich dabei etwa um Raub, Diebstahl und Einbruch, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. «Da hat sich einiges aufsummiert.»
TatverdÀchtige befinden sich in U-Haft
Die beiden MĂ€nner sitzen in Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht, die Rohrleitungen im GebĂ€ude beschĂ€digt beziehungsweise manipuliert zu haben. Es wird wegen des Verdachts des HerbeifĂŒhrens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlĂ€ssiger Tötung ermittelt. Zur U-Haft wĂ€re es aufgrund der anderen Delikte auch ohne die Ereignisse um den Hauseinsturz gekommen, hieĂ es von der Polizei.
Bei dem UnglĂŒck in Sachsen waren am 18. Mai drei Menschen ums Leben gekommen. Nach aktuellem Erkenntnisstand waren die beiden TatverdĂ€chtigen am Nachmittag des Tages im Umfeld des Hauses unterwegs und suchten nach «stehlenswertem Gut». Sie hatten es den Angaben zufolge unter anderem auf FahrrĂ€der, Schrott sowie Buntmetalle abgesehen. Was nach dem Betreten des Hauses passierte, sei Gegenstand der Ermittlungen, hieĂ es.
Kai SiebenÀuger, Pressesprecher der Görlitzer Polizei, hatte in der MDR-Sendung «Kripo live» gesagt, bei den VerdÀchtigen handele es sich um einen 27 Jahre alten polnischen Staatsangehörigen und einen 33-jÀhrigen afghanischen Staatsangehörigen. Die Polizei sucht Zeugen, die die beiden VerdÀchtigen am 18. Mai gesehen haben.
Ermittlungen erfolgten nach Hinweis der polnischen Polizei
Am Nachmittag teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Details zu dem Fall mit. Der Mann aus Afghanistan war bereits am 21. Mai inhaftiert worden, der Pole am 29. Mai. Die beiden Beschuldigten seien ohne festen beziehungsweise gemeldeten Wohnsitz, hieà es. Ausgangspunkt der Ermittlungen sei eine Meldung der polnischen Polizei gewesen, die am 20. Mai in Görlitz einging.
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