TodesschĂŒtze, Menden

TodesschĂŒtze von Menden weiter auf der Flucht

24.08.2025 - 13:40:49

Die Polizei fahndet nach einem 40-JĂ€hrigen, der tödliche SchĂŒsse auf einen Mann abgegeben haben soll. Ein zweites Opfer ist außer Gefahr. Welche Rolle könnte die Frau des Gesuchten gespielt haben?

Die Fahndung nach einem 40 Jahre alten TatverdĂ€chtigen geht nach den tödlichen SchĂŒssen auf einen Mann im sauerlĂ€ndischen Menden unvermindert weiter. Es gebe aber noch keine Anhaltspunkte, wo sich der womöglich bewaffnete 40-JĂ€hrige aufhalten könnte, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. «Wir suchen weiter.» 

Laut Staatsanwaltschaft Arnsberg werden im Rahmen der Ermittlungen aktuell auch Zeugen vernommen.

Zweites Opfer außer Lebensgefahr

Der mit Foto und vollem Namen in öffentlicher Fahndung gesuchte VerdĂ€chtige soll nach einem Streit in einem Wohngebiet am Freitag zwei MĂ€nner niedergeschossen haben. Ein 45-jĂ€hriger Deutscher starb. Ein zweiter Getroffener, ein 49 Jahre alter TĂŒrke, wurde per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Der Mann hatte SchĂŒsse in Brust und Oberarm erlitten, schwebte aber am Samstag nicht mehr in Lebensgefahr. 

Der mutmaßliche TĂ€ter hat laut Staatsanwaltschaft die serbisch-montenegrinische Staatsangehörigkeit. Auf die Frage, ob der Gesuchte eventuell in Richtung Serbien geflohen sei, sagte der Polizeisprecher: «Alles ist möglich.» 

Rolle der kurzzeitig festgenommenen Ehefrau unklar 

Eine am Tatort festgenommene 40 Jahre alte Frau war Stunden spĂ€ter wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, wie StaatsanwĂ€ltin Annika Berg schilderte. Nach derzeitigem Erkenntnisstand lasse sich bei ihr keine Tatbeteiligung feststellen. Es handele sich um die Ehefrau des mutmaßlichen TĂ€ters. Sie stamme aus Bosnien-Herzegowina. 

Der TĂ€ter sei mit einem Auto geflohen, hieß es bisher aus Sicherheitskreisen. Die Frau soll mit ihm nach den SchĂŒssen weggefahren und spĂ€ter aus unbekannten GrĂŒnden allein zum Tatort zurĂŒckgekehrt sein. Dort war sie festgenommen worden. Was der Hintergrund fĂŒr das Wegfahren und Wiedererscheinen der Frau am Tatort sei, muss laut StaatsanwĂ€ltin noch ermittelt werden. Die Rolle der 40-JĂ€hrigen war zunĂ€chst unklar. 

Motivlage und HintergrĂŒnde sind offen

Auch zu Motivlage und HintergrĂŒnden waren noch viele Fragen offen. An dem Haus am Tatort befindet sich eine Baustelle - dort hatte sich nach dpa-Informationen auch der spĂ€tere mutmaßliche TĂ€ter aufgehalten. Es soll an dem Ort zum Streit mit den beiden spĂ€teren Opfern gekommen sein. Nach Zeugenaussagen am Tatort waren die beiden Opfer als Bauarbeiter auf der Baustelle tĂ€tig. DafĂŒr gab es aber keine offizielle BestĂ€tigung. 

Nach Angaben von StaatsanwÀltin Berg ist die Wohnanschrift des Gesuchten der Tatort. Weiteres könne man zum aktuellen Zeitpunkt nicht mitteilen.

@ dpa.de