Razzia gegen mutmaĂliche Sex-Erpresser
24.09.2025 - 14:21:56Ermittlungen zu Erpressungen wegen angeblicher sexueller Leistungen haben zu GroĂeinsĂ€tzen der Polizei in Schleswig-Holstein, dem Saarland, Baden-WĂŒrttemberg, Bremerhaven und Hamburg gefĂŒhrt. Etwa 600 EinsatzkrĂ€fte haben die Wohnungen von mehr als 70 Personen durchsucht, wie die Polizei mitteilte. Bei den Durchsuchungen am frĂŒhen Morgen ging es um FĂ€lle von Erpressung wegen angeblicher sexueller Leistungen, bandenmĂ€Ăigen Betrugs und GeldwĂ€sche.
Möglicherweise nicht alle Opfer bekannt
Die Schadenssumme liegt laut Polizei im sechsstelligen Bereich. Allerdings wird ein höherer Schadensbetrag vermutet. Opfer zeigten solche Taten aus SchamgefĂŒhl oft nicht an, wie es hieĂ.
Dem Einsatz vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen gegen etwa 70 MĂ€nner und Frauen, die auf Internet-Plattformen Kontakte mit sexuellem Hintergrund vermittelten. Den ausschlieĂlich mĂ€nnlichen GeschĂ€digten wurden sexuelle Leistungen gegen Bezahlung in Aussicht gestellt, die nie erbracht wurden. In einigen FĂ€llen wurden die GeschĂ€digten durch die Androhung von Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken zu Zahlungen erpresst.
Auch Goldbarren und Luxusuhren sichergestellt
Bei den Durchsuchungen wurden neben Bargeld im fĂŒnfstelligen Bereich, Goldbarren und Luxusuhren auch Konto-Unterlagen und elektronische Speichermedien sichergestellt, die im weiteren Ermittlungsverfahren ausgewertet werden.
Der GroĂteil der VerdĂ€chtigen stammt aus Flensburg und Umgebung, weshalb die Ermittlungen in Schleswig-Holstein gefĂŒhrt werden. Weitere Details, auch zu Festnahmen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft wegen der laufenden Ermittlungen nicht mit.


