Kenia, Evakuierung

Kenia ordnet Evakuierung rund um vollgelaufene StaudÀmme an

03.05.2024 - 07:41:16

Die Regenzeit in Ostafrika wird derzeit durch das WetterphÀnomen El Niño verstÀrkt. In Kenia starben bislang 188 Menschen, 90 werden noch vermisst. Nun richtet sich der Blick auf die StaudÀmme.

Kenias Innenministerium hat die Evakuierung fĂŒr Bewohnerinnen und Bewohner angeordnet, die in der NĂ€he von vollgelaufenen StaudĂ€mmen und Wasserreservoirs liegen. Betroffen sind demnach 178 Anlagen in 33 Landkreisen des ostafrikanischen Landes. Diese drohen, jederzeit ĂŒberzulaufen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums auf X (frĂŒher Twitter).

Auch Gebiete die anfĂ€llig fĂŒr Erdrutsche oder Schlammlawinen sind sowie Siedlungen im Uferbereich von FlĂŒssen und anderen WasserlĂ€ufen sollen gerĂ€umt werden. Die Bevölkerung ist angewiesen, die betroffenen Gebiete innerhalb von 24 Stunden zu verlassen. Es bestehe ein hohes Risiko fĂŒr die dort lebenden Personen. Wie die kenianische Regierung am Donnerstag bekannt machte, ist die Zahl der bestĂ€tigten Todesopfer auf 188 gestiegen. Noch immer werden 90 Menschen vermisst. In Teilen des Landes kam es zudem zu StromausfĂ€llen.

In ganz Ostafrika bringen schwere RegenfĂ€lle Tod und Zerstörung mit sich. Die ĂŒbliche sogenannte lange Regenzeit von MĂ€rz bis Mai wird in diesem Jahr durch das WetterphĂ€nomen El Niño verstĂ€rkt, das die Region bereits Ende vergangenen Jahres mit Unwettern und Überschwemmungen getroffen hatte. Auch in den nĂ€chsten Tagen ist kein Nachlassen abzusehen: Es wird erwartet, dass Zyklon Hidaya voraussichtlich die kenianische KĂŒste treffen und schwere RegenfĂ€lle, große Wellen und starke Winde verursachen wird. Von insgesamt 47 Landkreisen sind 33 schwer betroffen.

@ dpa.de