Erdbeben zerstört in Myanmar zahlreiche Pagoden
01.04.2025 - 10:15:20Im buddhistisch geprĂ€gten Myanmar sind bei dem schweren Erdbeben von Freitag Tausende religiöse GebĂ€ude zerstört worden. Laut dem International Buddhist Education Centre (IBEC) sollen allein in der Region Sagaing mehr als 2.000 Klöster und Pagoden ganz oder teilweise eingestĂŒrzt sein.Â
Die Region ist von dem Beben der StĂ€rke 7,7 mit mindestens 2.000 Toten besonders betroffen. IBEC sprach von einem «groĂen Verlust fĂŒr den Buddhismus» und betonte, es habe sich um eines der schwersten Erdbeben aller Zeiten in Sagaing gehandelt.
Auch in der zweitgröĂten Stadt Mandalay sowie in der berĂŒhmten WelterbestĂ€tte Bagan haben Berichten zufolge viele buddhistische Bauwerke sowie Buddha-Statuen Schaden genommen. Das genaue AusmaĂ ist aber noch unklar, speziell in Bagan. Der World Monuments Fund teilte mit, es wĂŒrden derzeit Informationen gesammelt. Die Informationslage in dem BĂŒrgerkriegsland ist schwierig.
Zusammen mit den Tempeln von Angkor in Kambodscha und dem Weltwunder Borobodur auf Java zĂ€hlt Bagan zu den wichtigsten archĂ€ologischen StĂ€tten in ganz SĂŒdostasien. Bereits 2016 waren bei einem Beben der StĂ€rke 6,8 viele Dutzend der mehr als 3.000 Bauten aus dem 9. bis 13. Jahrhundert beschĂ€digt worden. Die Tempelstadt gehört seit 2019 zum Weltkulturerbe der Unesco. Fast 90 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten.





