Schweiz trauert um Brandopfer - offener PrÀsidenten-Brief
09.01.2026 - 10:49:42Am nationalen Trauertag fĂŒr die Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana hat der Schweizer BundesprĂ€sident Guy Parmelin Opferfamilien und Ăberlebenden sein Beileid und MitgefĂŒhl ausgesprochen. «Wir schulden den Betroffenen, Familien und Angehörigen Respekt, Erinnerung â und die Verpflichtung, alles zu tun, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt», schreibt er in einem offenen Brief.
Am Nachmittag werden rund 1.000 Angehörige und Spitzenpolitiker bei einer Trauerfeier in Martigny in der NĂ€he von Crans-Montana erwartet. Auf der GĂ€steliste stehen unter anderem die PrĂ€sidenten Frankreichs und Italiens, Emmanuel Macron und Sergio Mattarella.Â
In der Silvesternacht wurden bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» 40 Menschen getötet. Knapp 120 wurden groĂteils schwer verletzt. Fast alle Todesopfer waren Teenager und junge Erwachsene - die jĂŒngsten waren erst 14 Jahre alt.Â
Bei dem Feuer wurden neben vielen Schweizern auch Dutzende Menschen aus den NachbarlĂ€ndern Frankreich und Italien getötet und verletzt. Die Brandverletzten werden in mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern behandelt, darunter auch elf in Deutschland, wie es von der deutschen Botschaft in Bern hieĂ. Parmelin bedankte sich in seinem Brief fĂŒr die internationale SolidaritĂ€t.
Brandschutz im Fokus der Ermittlungen
Die Justiz untersuche, inwiefern Sicherheitsbestimmungen in der Bar missachtet wurden, und werde die Konsequenzen daraus ziehen, schrieb Parmelin in dem Brief, der zuerst in der «Schweizer Illustrierten» veröffentlicht wurde. «Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig.»
Ermittler gehen davon aus, dass eine funkensprĂŒhende PartyfontĂ€ne eine Schaumstoff-Verkleidung an der Decke der Bar in Brand setzte. Der Mann und die Frau, die das Lokal betrieben hatten, wĂŒrden am Freitag erstmals formell als Beschuldigte befragt, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Das Paar sei jedoch auch schon zuvor befragt worden, hieà es. Sie stehen laut der Staatsanwaltschaft unter Verdacht der fahrlÀssigen Tötung, fahrlÀssigen Körperverletzung und fahrlÀssigen Verursachung einer Feuersbrunst.


