Etwa 15.000 Freiwillige auf dem Weg in spanische Dörfer
02.11.2024 - 15:14:18In einem Akt der Hilfsbereitschaft haben sich nach den schweren Unwettern in Spanien Medienberichten zufolge etwa 15.000 freiwillige Helfer am Morgen in der Mittelmeermetropole Valencia eingefunden. Mit von der Regionalregierung organisierten Bussen sollten sie in Schichten zu den schwer verwĂŒsteten Dörfern rund um Valencia gebracht werden, um bei den AufrĂ€umarbeiten zu helfen, wie die Nachrichtenagentur Europapress berichtete.Â
Spaniens Regierungschef Pedro SĂĄnchez gab nach einer Lagesitzung bekannt, dass mindestens 211 Menschen bei den Unwettern vom Dienstag ums Leben gekommen seien, die meisten von ihnen in der Region Valencia. Viele Menschen gelten weiter als vermisst, es wird mit einer weiter steigenden Zahl von Toten gerechnet.
Regierung entsendet weitere HilfskrÀfte in die betroffenen Gebiete
Insgesamt 10.000 weitere EinsatzkrĂ€fte will der Regierungschef jetzt in die betroffenen Gebiete schicken, um die Bergungs- und AufrĂ€umarbeiten zu beschleunigen. 5.000 Soldaten sollen demnach noch dieses Wochenende entsandt werden und die schon etwa 2.000 MilitĂ€rangehörigen vor Ort verstĂ€rken, wie der Sender RTVE berichtete. Zudem ist der Einsatz von 5.000 Polizisten und Angehörigen der Polizeieinheit Guardia Civil geplant.Â
Viele der Dörfer sind von einer Schlammdecke ĂŒberzogen, in den StraĂen liegen nach wie vor ĂŒbereinander getĂŒrmte Autos, Möbel sowie sonstiger Hausrat. Die Stromversorgung wurde den Behörden zufolge mittlerweile gröĂtenteils wieder hergestellt.
Koordinationszentrum nimmt Arbeit auf
Die ersten Freiwilligen verlieĂen bereits heute Morgen in bereitgestellten Bussen die Stadt und kehren am Nachmittag zurĂŒck, dann werden weitere Gruppen in die Ăberschwemmungsgebiete gebracht, wie Europapress weiter berichtete. Erst gestern hatte die Regionalregierung Valencia ein Koordinationszentrum eingerichtet, das heute frĂŒh die Arbeit aufnahm.Â
Zugleich wurden Freiwillige aufgerufen, nicht in eigenen Autos in Richtung der Dörfer zu fahren, um die StraĂen fĂŒr RettungskrĂ€fte nicht zu blockieren oder selbst stecken zu bleiben. Die Regionalregierung hatte bis Sonntagabend die Fahrerlaubnis auf wichtigen VerkehrsstraĂen stark eingeschrĂ€nkt, damit EinsatzkrĂ€fte freie Fahrt haben.





