Bevölkerung schrumpft im Osten und wÀchst im Westen
02.09.2025 - 09:31:07Seit fast 35 Jahren ist Deutschland wiedervereint. In dieser Zeit ist die Bevölkerungsentwicklung in den BundeslĂ€ndern unterschiedlich verlaufen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Bevölkerungszahl in den östlichen BundeslĂ€ndern ohne Berlin zwischen 1990 und 2024 um 16 Prozent auf 12,4 Millionen Menschen. Im gleichen Zeitraum stieg sie in den West-LĂ€ndern um 10 Prozent auf 67,5 Millionen.Â
Bayern (plus 16 Prozent), Baden-WĂŒrttemberg (plus 14 Prozent) sowie Hamburg und Schleswig-Holstein (jeweils plus 13 Prozent) verzeichneten demnach die stĂ€rksten ZuwĂ€chse. Dagegen sank die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Sachsen-Anhalt (minus 26 Prozent), ThĂŒringen (minus 20 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 18 Prozent) im Vergleich zu 1990 am stĂ€rksten.
Zuwanderungen ungleich verteilt
Ein groĂer Teil der Menschen aus dem Osten wanderte nach Westdeutschland ab: Zwischen 1991 und 2024 zogen rund 1,2 Millionen mehr Menschen nach Westdeutschland als umgekehrt, hieĂ es von den Statistikern. Wanderungen von und nach Berlin sind in dieser Betrachtung nicht berĂŒcksichtigt.
Etwa die HĂ€lfte dieser starken Abwanderung aus dem Osten geht laut Bundesamt auf die ersten zehn Jahre seit der Vereinigung zurĂŒck: Im Jahr 1991 verlieĂen im Saldo etwa 165.000 Personen die östlichen BundeslĂ€nder in Richtung Westen. Bis zum Jahr 2000 waren es in Summe etwa 611.000 Personen. In den folgenden zehn Jahren bis 2010 wanderten im Saldo noch rund 553.000 Menschen mehr von Ost nach West als umgekehrt.


