Menschen, Alkoholmissbrauchs

Weniger Menschen wegen Alkoholmissbrauchs in Kliniken

25.02.2025 - 09:10:26

Die Zahl der Klinikbehandlungen wegen Alkoholvergiftungen sinkt. Eine Trendwende? Eine Altersgruppe bleibt aber besonders gefÀhrdet.

Wegen Alkoholmissbrauch sind in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich weniger Menschen in Kliniken behandelt worden. Im Jahr 2023 wurden rund 62.300 Patientinnen und Patienten wegen akuter Alkoholvergiftung stationÀr in einem Krankenhaus aufgenommen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Damit sank diese Zahl das siebte Jahr in Folge und stellte zugleich den niedrigsten Wert seit 2001 dar. 2013 kamen demnach noch 116.500 Menschen mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus - 46,5 Prozent mehr als 2023. 

Insbesondere MÀnner neigten den Angaben der Bundesstatistiker zufolge zu Alkoholmissbrauch. Im Jahr 2023 mussten rund 42.900 Jungen und MÀnner deshalb in ein Krankenhaus, das waren 68,8 Prozent aller FÀlle. 

In fast allen Altersgruppen liegt der MĂ€nneranteil ĂŒber dem der Frauen. Einzige Ausnahme sind die 10- bis 14-JĂ€hrigen, wo der Anteil der Jungen 34,3 Prozent betrĂ€gt. In der Altersgruppe der 40- bis 44-JĂ€hrigen sei der Geschlechterunterschied mit einem MĂ€nneranteil von 73,9 Prozent am stĂ€rksten ausgeprĂ€gt gewesen, hieß es.

Jugendliche im Alter besonders gefÀhrdet

Auch in der Altersgruppe der 15- bis 19-JĂ€hrigen ging die Zahl der FĂ€lle im Zehn-Jahres-Vergleich stark zurĂŒck: um 60,9 Prozent auf knapp 7.800 Jugendliche. Dennoch werden laut Bundesamt in dieser Altersgruppe die meisten stationĂ€ren Behandlungen wegen akuten Alkoholmissbrauchs verzeichnet. Danach folgen die 40- bis 44-JĂ€hrigen mit 6.400 FĂ€llen.

@ dpa.de