Bielefeld, TĂ€tersuche

Bielefeld: TĂ€tersuche nach tödlichen SchĂŒssen dauert an

11.03.2024 - 17:00:53

Ein 38-JĂ€hriger wird mitten in Bielefeld von SchĂŒssen getroffen - und stirbt. Die Suche nach dem TĂ€ter oder den TĂ€tern beschĂ€ftigt die Ermittler weiterhin.

Nach den tödlichen SchĂŒssen in der FußgĂ€ngerzone von Bielefeld dauert die Suche nach dem TĂ€ter oder den TĂ€tern an. Die eingesetzte Mordkommission arbeite zahlreiche Hinweise ab, teilte die Polizei Bielefeld mit.

Die SchĂŒsse waren am Samstagabend mitten in der FußgĂ€ngerzone von Bielefeld gefallen. Das Opfer ist der ehemalige Box-Profi Besar Nimani, wie ein Sprecher der Polizei am Mittag auf Nachfrage bestĂ€tigte. Der 38-jĂ€hrige Bielefelder hatte die kosovarische Staatsangehörigkeit.

Anklage wegen unerlaubten FĂŒhrens von Schusswaffen

Wie inzwischen bekannt wurde, hatte die Staatsanwaltschaft Traunstein (Bayern) erst am 1. MĂ€rz Anklage gegen Nimani erhoben - wegen unerlaubten FĂŒhrens von fĂŒnf Schusswaffen und Munition. Dies soll bei einer Kontrolle wĂ€hrend der Einreise aus Österreich Anfang Januar aufgefallen sein. Das teilte Oberstaatsanwalt Rainer Vietze von der zustĂ€ndigen Staatsanwaltschaft am Montagabend mit. Nimani sollte deshalb vom Gericht vorgeladen werden, ein Termin sei jedoch bisher nicht bestimmt worden. Das «Westfalen-Blatt» hatte als Erstes darĂŒber berichtet.

Am Samstag hatte der Mann laut den Ermittlungen der Polizei sein Auto in der NĂ€he des Tatortes geparkt. Dann war Nimani zu Fuß in Richtung eines GeschĂ€fts gegangen. Noch auf der Straße sei dann auf ihn geschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Laut Obduktionsergebnis starb der 38-JĂ€hrige an zahlreichen Schussverletzungen. «Die Hauptverletzungen betreffen den Brustbereich», teilten die Ermittler mit.

Am spĂ€ten Samstagabend wurde nach Polizeiangaben zunĂ€chst eine Person festgenommen, nachdem eine Zeugenaussage eine mögliche Tatbeteiligung nahegelegt hatte. Der Tatverdacht hatte sich jedoch nicht bestĂ€tigt. Die Person wurde auf freien Fuß gesetzt.

@ dpa.de