Kinder, Bayern

Livestream-Missbrauch eines MĂ€dchens - Angeklagter gesteht

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 11:20 Uhr, dpa.de

Ein 53-JĂ€hriger gesteht vor Gericht, ĂŒber Jahre ein MĂ€dchen auf den Philippinen zu sexuellen Handlungen aufgefordert zu haben, via Internet. Die Anklageschrift zĂ€hlt 95 Taten auf.

  • Die VerdĂ€chtige sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft.  - Bild: Daniel Karmann/dpa
    Die VerdÀchtige sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft. - Bild: Daniel Karmann/dpa
  • Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 53-JĂ€hrigen aus Mittelfranken (RĂŒckansicht) 95 Taten vor.  - Bild: Daniel Karmann/dpa
    Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 53-JĂ€hrigen aus Mittelfranken (RĂŒckansicht) 95 Taten vor. - Bild: Daniel Karmann/dpa
Die VerdĂ€chtige sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft.  - Bild: Daniel Karmann/dpa Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 53-JĂ€hrigen aus Mittelfranken (RĂŒckansicht) 95 Taten vor.  - Bild: Daniel Karmann/dpa

Ein wegen des schweren sexuellen Missbrauchs eines MĂ€dchens auf den Philippinen ĂŒbers Internet angeklagter 53-JĂ€hriger hat die VorwĂŒrfe eingerĂ€umt. «Die Anklage ist im Wesentlichen richtig», ließ er seinen Verteidiger beim Prozessauftakt vor dem Landgericht NĂŒrnberg erklĂ€ren. Sein Mandant bereue seine Taten zutiefst und habe bereits Schmerzengeld an das Opfer gezahlt, sagte der Anwalt weiter. 

Über drei Jahre soll der Mann ĂŒber Whatsapp konkrete Anweisungen an die Mutter und das minderjĂ€hrige MĂ€dchen gegeben haben, welche sexuelle Handlungen dieses an sich, anderen Kindern und Erwachsenen fĂŒr Videos und Fotos ausfĂŒhren sollte. DafĂŒr zahlte er laut der Anklage umgerechnet oft niedrige zweistellige EurobetrĂ€ge. Zweimal schaute er dem MĂ€dchen demnach per Livestream zu und forderte es dabei auf, nackt fĂŒr ihn zu tanzen. 

Mehr als 11.000 kinderpornografische Aufnahmen

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 53-JĂ€hrigen aus Mittelfranken 95 Taten von Mai 2019 bis Mai 2022 vor. In 84 FĂ€llen folgte das acht bis elf Jahre alte Opfer laut der Anklage den Anweisungen des Mannes. Anschließend habe dieser Fotos und Videos davon per Messenger erhalten. Einmal reiste der Ingenieur demnach selbst auf die Philippinen, um das MĂ€dchen in einem Hotelzimmer nackt fĂŒr Aufnahmen posieren zu lassen. Außerdem habe er das MĂ€dchen zwei anderen MĂ€nnern zum sexuellen Missbrauch angeboten. 

Der VerdÀchtige sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler laut Generalstaatsanwaltschaft mehr als 11.000 kinderpornografische Bilder und mindestens 87 Videos.

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