DĂ€nemark, Deutschland

Behörden: Toter Wal vor DÀnemark ist Ostsee-Wal «Timmy»

16.05.2026 - 16:28:00 | dpa.de

Ein angebrachter Sender bringt nun Klarheit: Der gestrandete Buckelwal, bekannt als «Timmy», hat es nicht geschafft. Der große Versuch der Rettung ist damit gescheitert.

  • Möwen machen sich ĂŒber den Kadaver her. - Foto: Marcus Golejewski/dpa
    Möwen machen sich ĂŒber den Kadaver her. - Foto: Marcus Golejewski/dpa
  • TierĂ€rztin Anne Herrschaft hat den Wal zusammen mit Tauchern begutachtet. - Foto: Marcus Golejewski/dpa
    TierÀrztin Anne Herrschaft hat den Wal zusammen mit Tauchern begutachtet. - Foto: Marcus Golejewski/dpa
Möwen machen sich ĂŒber den Kadaver her. - Foto: Marcus Golejewski/dpa TierĂ€rztin Anne Herrschaft hat den Wal zusammen mit Tauchern begutachtet. - Foto: Marcus Golejewski/dpa

Bei dem toten Wal vor der dÀnischen Insel Anholt handelt es sich nach Angaben der Behörden um den als «Timmy» bekannten, zuvor in der Ostsee gestrandeten Buckelwal. An dem Tier wurde ein zuvor angebrachter Tracker gefunden, wie das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die dÀnische Umweltbehörde mitteilten.

Taucher der dĂ€nischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen und eine deutsche TierĂ€rztin hatten sich am Samstag erneut ein Bild von dem Wal gemacht und waren dabei auch unter das Tier getaucht. Am Freitag hieß es von der Behörde zunĂ€chst, es sei kein Sender an dem Tier gefunden worden. Morten AbildstrĂžm von der Behörde erklĂ€rte spĂ€ter, dass ein an der RĂŒckenflosse angebrachter Sender gar nicht hĂ€tte entdeckt werden können, weil der tote Wal zunĂ€chst auf der Seite und mittlerweile auf dem RĂŒcken lag. Die erneute Begutachtung brachte nun die Klarheit. 

Versuch der Rettung ist gescheitert

Damit ist auch klar: Der Rettungsaktion der privaten Initiative ist gescheitert. Der mehrmals an der KĂŒste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war von der privaten Initiative mit Hilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden.

Nach seiner Freilassung blieb unklar, was mit dem Wal geschah. Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals ĂŒbereinstimmend als sehr gering eingeschĂ€tzt.

Große Anteilnahme an dem Tier

Viele Menschen hĂ€tten großen Anteil an dem Schicksal des Tieres genommen und gehofft, dass es gelingen wĂŒrde, den Wal wieder in die Freiheit zu entlassen, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Wissenschaftler hĂ€tten nicht ausschließen können, dass der Wal trotz seines sicher schlechten Gesundheitszustandes ĂŒberleben könnte. «Deswegen hat mein Haus entschieden, den Bergungsversuch zu dulden. Leider hat das Tier seine Chance nicht nutzen können.»

Die Duldung des Rettungsversuchs sei keine Wissenschaftskritik gewesen, betonte Backhaus. «Ich halte es fĂŒr absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht. Wer das kritisieren will, möge das tun.»

Wie geht es mit dem Kadaver weiter?

Jetzt gelte es, aus dem Geschehen die bestmöglichen Lehren zu ziehen und das Handeln in Zukunft danach auszurichten, so der Minister. «Der Tod des Wals sollte uns mahnen, Natur, Artenschutz und Klimaschutz noch ernster zunehmen. Denn wir Menschen sind Teil des gesamten Ökosystems.» Backhaus dankte der dĂ€nischen Umweltbehörde, die geholfen habe, das Schicksal des Wals endgĂŒltig zu klĂ€ren. Nun mĂŒsse mit den dĂ€nischen Behörden geklĂ€rt werden, was weiter mit dem toten Tier geschehen solle.

Von der dĂ€nischen Naturschutzbehörde hieß es zuvor, es gebe momentan keine PlĂ€ne, den Wal-Kadaver zu entfernen. Da er weit vom Strand entfernt liege, störe er niemanden, meinte Behördenvertreter AbildstrĂžm und fĂŒgte hinzu, dass sich derzeit mehrere Dutzend Möwen an dem toten Tier satt Ă€ĂŸen. Zahlreiche Möwen tummelten sich seit der Strandung am Donnerstag um das Tier und pickten an dem etwa 75 Meter vor dem Strand liegenden Kadaver herum.

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