Drei Jahre Haft nach tödlicher Flucht vor der Polizei
08.07.2024 - 15:59:32 | dpa.de
Nach dem Tod seines Beifahrers auf der Flucht vor der Polizei im Nordwesten Niedersachsens soll ein Mann fĂŒr drei Jahre ins GefĂ€ngnis. Der Angeklagte habe so schnell wie möglich entkommen wollen und sei schuld am Tod seines Freundes, sagte die Richterin am Amtsgericht Westerstede. «Das Todesopfer war gerade einmal 16 Jahre alt.» Nach zwei Jahren dĂŒrfe der Angeklagte wieder die Fahrerlaubnis beantragen.
Das Gericht ist ĂŒberzeugt, dass der Angeklagte Ende September im Alkohol- und Drogenrausch in eine Firma einbrach, ein Auto stahl und sich ohne FĂŒhrerschein hinters Steuer setzte. Er habe seinen Freund mit dem Wagen abgeholt, in Oldenburg getankt und sei ohne zu bezahlen weitergefahren. Auf der Flucht vor der Polizei habe er aufs Gas getreten und sei in einem Graben gelandet.Â
Nach dem Unfall fuhr der 23-JĂ€hrige nach Auffassung des Gerichts in hohem Tempo weiter. «Ziel war, die Polizei abzuschĂŒtteln und so schnell wie möglich wegzukommen», sagte die Richterin. In einer Kurve zwischen Oldenburg und Bremen habe er die Kontrolle ĂŒber das Auto verloren, sei von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gefahren. Der Jugendliche auf dem Beifahrersitz ĂŒberlebte den Unfall nicht. Der Angeklagte erlitt mehrere SchĂŒrfwunden und brach sich den kleinen Finger.Â
Laut Gericht ist der Deutsch-TĂŒrke auĂerdem fĂŒr zwei EinbrĂŒche verantwortlich. Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn alle Taten gestanden. Das Urteil unter anderem wegen fahrlĂ€ssiger Tötung und verbotenem Kraftfahrzeugrennen ist noch nicht rechtskrĂ€ftig.
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