Thema gegessen: FrÀnkischer Riesenwels komplett verspeist
30.06.2025 - 13:33:06 | dpa.de
War es rĂŒde Polizeigewalt oder umsichtiger Schutz fĂŒr BadegĂ€ste? Egal, denkt sich der Franke â Hauptsache, er schmeckt! Der Zwei-Meter-Wels, der am Brombachsee fĂŒr Aufsehen sorgte, ist jedenfalls Geschichte. Der Fisch wurde laut Gastwirt Hans Nerreter komplett verspeist â aufgeteilt in 120 Filetportionen, serviert mit Beilagen fĂŒr je 22,50 Euro.
Zart und fest
«Es gab groĂe Nachfrage», sagt Nerreter, der Wels - oft auch als Waller bezeichnet - normalerweise in seinem Gasthof «Zum Goldenen Lamm» nicht auf der Karte hat. Das Fleisch des 90-Kilogramm-Tieres sei sehr fest und zart gewesen, auch wenn er doch einiges habe abschneiden mĂŒssen. Ein so groĂer und alter Fisch enthalte auch viel Fett â und das sei nicht unbedingt auf dem Teller erwĂŒnscht. «Geschmacklich wirkt sich das aber nicht negativ aus», sagt Nerreter. Das Echo sei sehr positiv gewesen, den GĂ€sten habe der Promi-Wels gemundet. Kritik von TierschĂŒtzern habe es aber auch gegeben.Â
Der Fisch war vor gut einer Woche auffĂ€llig geworden, als er im Brombachsee - einem beliebten Badesee - BadegĂ€ste angriff. FĂŒnf Menschen erlitten Bissverletzungen. Die Polizei entschloss sich, den Fisch mit SchĂŒssen aus der Dienstpistole zu bĂ€ndigen. Eine Sperrung des Badebereiches hĂ€tte nicht durchgehend ĂŒberwacht werden können. Die Gefahr, dass ein Schwimmer durch Bisse in Panik gerĂ€t und ertrinkt, wĂ€re laut Polizei gegeben gewesen.
TierschĂŒtzer erstatten Anzeige
TierschĂŒtzer hatten Kritik an der Aktion geĂŒbt und sehen diese als unverhĂ€ltnismĂ€Ăig an. Die Tierrechtsorganisation Peta kĂŒndigte eine Strafanzeige an. «Wir sind schockiert vom Vorgehen der zustĂ€ndigen Polizei und der Angler, die ganz offenbar fĂŒr den extrem schmerzhaften, langsamen und vor allem auch unnötigen und gesetzeswidrigen Tod des Welses verantwortlich sind», teilte die Organisation mit.
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