Attacke, Holocaust-Denkmal

Attacke am Holocaust-Denkmal - VerdÀchtiger zum Haftrichter

Veröffentlicht am: 22.02.2025 um 08:09 Uhr | dpa.de

Ein blutiger Angriff - mitten im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals in Berlin. Die Polizei meldet einen schnellen Erfolg. Doch es gibt noch viele Fragen.

  • Am Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden. - Bild: Marion van der Kraats/dpa-Zentralbild/dpa
    Am Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden. - Bild: Marion van der Kraats/dpa-Zentralbild/dpa
  • Die Staatswanwaltschaft geht von einer religiösen Motivation des mutmaßlichen TĂ€ters aus und spricht von einem Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. - Bild: Ebrahim Noroozi/AP/dpa
    Die Staatswanwaltschaft geht von einer religiösen Motivation des mutmaßlichen TĂ€ters aus und spricht von einem Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. - Bild: Ebrahim Noroozi/AP/dpa
  • Im Februar wird ein spanischer Tourist am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem TatverdĂ€chtigen, einem 19-jĂ€hrigen FlĂŒchtling aus Syrien, vor, aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus gehandelt zu haben. - Bild: Markus Schreiber/AP/dpa
    Im Februar wird ein spanischer Tourist am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem TatverdĂ€chtigen, einem 19-jĂ€hrigen FlĂŒchtling aus Syrien, vor, aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus gehandelt zu haben. - Bild: Markus Schreiber/AP/dpa
Am Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden. - Bild: Marion van der Kraats/dpa-Zentralbild/dpa Die Staatswanwaltschaft geht von einer religiösen Motivation des mutmaßlichen TĂ€ters aus und spricht von einem Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. - Bild: Ebrahim Noroozi/AP/dpa Im Februar wird ein spanischer Tourist am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem TatverdĂ€chtigen, einem 19-jĂ€hrigen FlĂŒchtling aus Syrien, vor, aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus gehandelt zu haben. - Bild: Markus Schreiber/AP/dpa

Nach dem Angriff auf einen Mann am Holocaust-Mahnmal soll der mutmaßliche TĂ€ter nach Angaben der Staatsanwaltschaft heute einem Haftrichter vorgefĂŒhrt werden. Die IdentitĂ€t des Mannes ist nach Angaben eines Behördensprechers noch nicht zweifelsfrei geklĂ€rt. Die Polizei hatte den mutmaßlichen TĂ€ter am Freitagabend rund drei Stunden nach der Tat im Bereich des Mahnmals festgenommen. Der Mann hatte nach Schilderung der Polizei bei seiner Festnahme Blut an den HĂ€nden. 

Er soll einen 30 Jahre alten Touristen aus Spanien im Stelenfeld des Mahnmals schwer verletzt haben - laut Polizei mit einem spitzen Gegenstand. Ob die Tatwaffe - laut Polizei möglicherweise ein Messer - gefunden wurde, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft noch nicht sagen. 

Suche mit Hunden und Hubschrauber

Zahlreiche Polizisten hatten bis in die Nacht den Bereich um das Mahnmal, das in der NĂ€he des Brandenburger Tors und der US-Botschaft liegt, abgesucht. Im angrenzenden Tiergarten waren Beamte mit SpĂŒrhunden unterwegs. Auch ein Polizeihubschrauber war an der Suche beteiligt. 

Polizei und Staatsanwaltschaft wollen im Laufe des Tages weitere Informationen veröffentlichen zum Stand der Ermittlungen. Das Opfer war den Angaben nach am Abend in einem stabilen Zustand. Nach der Tat wurden auch einige Menschen von RettungskrÀften betreut, die Zeugen des Geschehens geworden waren. 

Das Motiv fĂŒr den Angriff war zunĂ€chst unklar. Der mutmaßliche TĂ€ter hatte bei der Festnahme nach Polizeiangaben keine Papiere bei sich und war leicht bekleidet. Das Landeskriminalamt 8, zustĂ€ndig fĂŒr islamistischen Terror, sei vorsorglich eingebunden worden, erklĂ€rte Polizeisprecher Florian Nath am Abend. Anhaltspunkte dafĂŒr gebe es bislang aber nicht. Auch die NationalitĂ€t des VerdĂ€chtigen sei unbekannt. 

Beweismittel im Umfeld gefunden

Der VerdĂ€chtige wurde nach den Angaben in Polizeigewahrsam gebracht und von den Ermittlern weiter vernommen. «Wir haben mehrere Beweismittel gefunden», sagte Sprecher Nath am Abend. Die wĂŒrden jetzt untersucht. 

Das Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas des Architekten Peter Eisenman war im Mai 2005 der Öffentlichkeit ĂŒbergeben worden. Mit dem Stelenfeld und einem unterirdischen Informationsort wird in der Hauptstadt nahe dem Brandenburger Tor an die rund sechs Millionen ermordeten Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erinnert.

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