Historischer Wintereinbruch: Bombenzyklon trifft USA
01.02.2026 - 15:26:48Ein schwerer Wintersturm hat Schnee, Orkanböen, Sturmfluten und gefĂ€hrliche KĂ€lte in den SĂŒdosten der USA gebracht. Ein Tiefdruckgebiet vor der KĂŒste entwickelte sich in der Nacht zum Sonntag nach Angaben des nationalen Wetterdienstes zu einem sogenannten Bombenzyklon â einem explosiv erstarkenden Wintersturm.
Im US-Bundesstaat North Carolina fielen örtlich Schneemengen, die zu den höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen zĂ€hlen. An der KĂŒste wurden bis zum Morgen (Ortszeit) teils mehr als 25 Zentimeter gemessen, in Charlotte war es bis dato der viertschneereichste Tag seit fast 150 Jahren. Betroffen waren auch South Carolina sowie Teile von Georgia und Virginia.
GefÀhrliche Windchill-Temperaturen
Auch weiter sĂŒdlich sorgte die hinter dem Sturm nachströmende arktische Kaltluft fĂŒr ungewöhnliche WetterphĂ€nomene. In Florida meldeten Meteorologen neue KĂ€lterekorde fĂŒr den Monat Februar: Die Temperaturen sanken teils bis unter den Gefrierpunkt â sogar in Teilen SĂŒdfloridas. Solche Werte seien dort zuletzt Ende der 1980er Jahre gemessen worden, teilte der Wetterdienst mit.
Behörden warnten vor lebensgefĂ€hrlichen Windchill-Temperaturen, also gefĂŒhlten Temperaturen, die oft deutlich unter den gemessenen Werten liegen, weil starker Wind der Haut WĂ€rme entzieht. Dadurch steigt das Risiko fĂŒr UnterkĂŒhlungen und Erfrierungen deutlich.
Zweiter Wintersturm in Folge
Der neue Sturm folgt auf die extreme KÀlte und auf starke SchneefÀlle vom vergangenen Wochenende, bei denen nach Medienberichten mindestens 85 Menschen in mehreren US-Bundesstaaten ums Leben kamen. Hunderttausende Haushalte sind vielerorts noch immer ohne Strom und damit ohne Heizung. Mit den neuen AusfÀllen waren landesweit am Sonntagmorgen mehr als 150.000 Haushalte und Betriebe betroffen, besonders in Mississippi und Tennessee.
Auch der Flugverkehr blieb stark eingeschrĂ€nkt: Mehr als 1.100 FlĂŒge wurden am Sonntag gestrichen, nachdem bereits am Samstag rund 2.500 Verbindungen ausgefallen waren. Zudem kam es auf vereisten StraĂen zu zahlreichen UnfĂ€llen und Lieferverzögerungen.


