Belgien, Feuer

Drama auf Baustelle in BrĂŒssel - FĂŒnf Tote in Aufzug

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 17:55 Uhr, dpa.de

Ein GebĂ€ude in der Innenstadt BrĂŒssels wird umgebaut, Hunderte Arbeiter sind vor Ort. Dann bricht ein Feuer aus. Mehrere Menschen sterben.

  • Das GebĂ€ude in der BrĂŒsseler Innenstadt wird umgebaut. - Bild: Michael Brandt/dpa
    Das GebĂ€ude in der BrĂŒsseler Innenstadt wird umgebaut. - Bild: Michael Brandt/dpa
  • Der belgische König Philippe und MinisterprĂ€sident Bart De Wever besuchen den Ort.  - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
    Der belgische König Philippe und MinisterprÀsident Bart De Wever besuchen den Ort. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
  • Das GebĂ€ude soll bis Ende 2026 umgebaut werden. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
    Das GebÀude soll bis Ende 2026 umgebaut werden. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
  • RettungskrĂ€fte bringen mindestens zwei Menschen nach dem Brand mit Verbrennungen in ein Krankenhaus.  - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
    RettungskrÀfte bringen mindestens zwei Menschen nach dem Brand mit Verbrennungen in ein Krankenhaus. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
  • Zahlreiche Arbeiter werden evakuiert. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
    Zahlreiche Arbeiter werden evakuiert. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
  •  BĂŒrgermeister Philippe Close dankte den RettungskrĂ€ften. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
    BĂŒrgermeister Philippe Close dankte den RettungskrĂ€ften. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa
  • RettungskrĂ€fte und Forensiker sind im Einsatz. - Bild: Marius Burgelman/AP/dpa
    RettungskrÀfte und Forensiker sind im Einsatz. - Bild: Marius Burgelman/AP/dpa
  • Mehrere Menschen werden vermisst. - Bild: Michael Brandt/dpa
    Mehrere Menschen werden vermisst. - Bild: Michael Brandt/dpa
Das GebĂ€ude in der BrĂŒsseler Innenstadt wird umgebaut. - Bild: Michael Brandt/dpa Der belgische König Philippe und MinisterprĂ€sident Bart De Wever besuchen den Ort.  - Bild: Emile Windal/Belga/dpa Das GebĂ€ude soll bis Ende 2026 umgebaut werden. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa RettungskrĂ€fte bringen mindestens zwei Menschen nach dem Brand mit Verbrennungen in ein Krankenhaus.  - Bild: Emile Windal/Belga/dpa Zahlreiche Arbeiter werden evakuiert. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa  BĂŒrgermeister Philippe Close dankte den RettungskrĂ€ften. - Bild: Emile Windal/Belga/dpa RettungskrĂ€fte und Forensiker sind im Einsatz. - Bild: Marius Burgelman/AP/dpa Mehrere Menschen werden vermisst. - Bild: Michael Brandt/dpa

Es ist ein Horrorfund, den BrĂŒsseler Feuerwehrleute am Dienstagmittag machen: Mehrere Menschen liegen leblos in einem Aufzug eines GebĂ€udes mitten in der Innenstadt der belgischen Hauptstadt, das gerade umgebaut wird. Stundenlang können die EinsatzkrĂ€fte nicht zu ihnen vordringen. Am frĂŒhen Abend dann gibt es Gewissheit: Mindestens fĂŒnf Menschen sind gestorben, wie der zustĂ€ndige Staatsanwalt der Deutschen Presse-Agentur sagt. 

Ein Mensch wird weiter vermisst. Einen zweiten Aufzug konnten die Helfer noch nicht öffnen. Man hoffe, dass es darin keinen Toten gebe, sagte eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft vor Ort. Aber es könne nicht ausgeschlossen werden. Die Toten seien noch nicht identifiziert worden. 

Feuerwehr zunÀchst zu kleinem Feuer alarmiert

Los geht alles mit einem vermeintlich kleinen Feuer auf der zweiten Etage des Komplexes. Die Feuerwehr rĂŒckt aus, löscht das Feuer - und macht im Anschluss einen Kontrollrundgang durch die riesige Baustelle, erzĂ€hlt ein Staatsanwalt. «Viele Orte waren extrem schwer zugĂ€nglich», berichtet er weiter. 

Zeitgleich wird bekannt, dass 6 der rund 250 Arbeiter auf der Baustelle vermisst werden. Schließlich können sich die EinsatzkrĂ€fte zu einem Fahrstuhl vorkĂ€mpfen - und entdecken in der Kabine mehrere Leichen. Es habe einen Unfall mit den AufzĂŒgen gegeben, sagt eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft spĂ€ter. Die Ursache sei noch nicht bekannt. 

Zu einem weiteren Aufzug ist der Zugang zunĂ€chst unmöglich. «Nicht auszuschließen, dass hier noch weitere Tote gefunden werden», sagt der Staatsanwalt. 

Zwei Arbeiter kommen zudem ins Krankenhaus, ebenso ein Feuerwehrmann, der im Einsatz einen Hitzschlag erleidet, wie ein Feuerwehrsprecher berichtet. Am Nachmittag sind vor dem GebÀudekomplex abgekÀmpfte FeuerwehrkrÀfte zu beobachten, die verschwitzt zur Wasserflasche greifen.

Auch Premierminister besucht UnglĂŒcksort 

WĂ€hrend mit der Bergung der ersten Leichen begonnen wird, trifft neben Belgiens König Philippe auch Regierungschef Bart De Wever vor dem großflĂ€chig abgesperrten GebĂ€ude ein. Öffentlich Ă€ußern sie sich nicht. Auch einige Schaulustige sind vor Ort. 

BrĂŒssels BĂŒrgermeister Philippe Close spricht von einem Drama, das tief berĂŒhre. Er verspricht UnterstĂŒtzung fĂŒr alle Betroffenen und dankt den RettungskrĂ€ften fĂŒr ihren Einsatz. 

Belgiens Innenminister Bernard Quintin Ă€ußert sich auf X geschockt. Deutschlands Botschafter in Belgien, Martin Kotthaus, spricht auf der Plattform ebenfalls sein MitgefĂŒhl aus.

Das Oxy-GebĂ€ude in einer FußgĂ€ngerzone inmitten der BrĂŒsseler Innenstadt wird derzeit umgebaut. FrĂŒher diente es als ein Sitz der Verwaltung der belgischen Hauptstadt, jetzt soll es in ein multifunktionales GebĂ€ude mit BĂŒros, Restaurants, Hotelzimmern und Wohnungen umgewandelt werden. Das Projekt soll nach frĂŒheren Umgaben bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Hinter dem Projekt stehen die Firmen Whitewood und Immobel. Immobel teilt mit, man habe mit tiefer BestĂŒrzung von den Opfern des Feuers auf der Baustelle erfahren. «Unsere Gedanken sind zuallererst bei den Betroffenen, ihren Familien und ihren Kollegen. FĂŒr uns alle ist dies vor allem eine menschliche Tragödie.» Immobel unterstĂŒtze die Rettungs- und SicherheitskrĂ€fte sowie die Behörden und stehe in engem Austausch mit allen Beteiligten. 

Mehr als 200 Arbeiter verschiedener Unternehmen seien evakuiert worden, sagt eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft. Experten wĂŒrden in den nĂ€chsten Tagen untersuchen, was passiert sei.

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