RĂ€tseln, Motiv

RĂ€tseln ĂŒber das Motiv: Attacke am Holocaust-Denkmal

Veröffentlicht am: 22.02.2025 um 03:58 Uhr | dpa.de

Ein grausiger Fall - und viele Fragezeichen: Die Ermittler suchen am Abend lange nach Spuren. Auch am Morgen sind zentrale Punkte noch unklar.

  • Am Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden. - Bild: Marion van der Kraats/dpa-Zentralbild/dpa
    Am Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden. - Bild: Marion van der Kraats/dpa-Zentralbild/dpa
  • Die Staatswanwaltschaft geht von einer religiösen Motivation des mutmaßlichen TĂ€ters aus und spricht von einem Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. - Bild: Ebrahim Noroozi/AP/dpa
    Die Staatswanwaltschaft geht von einer religiösen Motivation des mutmaßlichen TĂ€ters aus und spricht von einem Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. - Bild: Ebrahim Noroozi/AP/dpa
  • Im Februar wird ein spanischer Tourist am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem TatverdĂ€chtigen, einem 19-jĂ€hrigen FlĂŒchtling aus Syrien, vor, aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus gehandelt zu haben. - Bild: Markus Schreiber/AP/dpa
    Im Februar wird ein spanischer Tourist am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem TatverdĂ€chtigen, einem 19-jĂ€hrigen FlĂŒchtling aus Syrien, vor, aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus gehandelt zu haben. - Bild: Markus Schreiber/AP/dpa
Am Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden. - Bild: Marion van der Kraats/dpa-Zentralbild/dpa Die Staatswanwaltschaft geht von einer religiösen Motivation des mutmaßlichen TĂ€ters aus und spricht von einem Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. - Bild: Ebrahim Noroozi/AP/dpa Im Februar wird ein spanischer Tourist am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem TatverdĂ€chtigen, einem 19-jĂ€hrigen FlĂŒchtling aus Syrien, vor, aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus gehandelt zu haben. - Bild: Markus Schreiber/AP/dpa

Nach dem Angriff auf einen Mann am Holocaust-Mahnmal rĂ€tseln die Ermittler weiter ĂŒber das Motiv. Die Polizei hatte den mutmaßlichen TĂ€ter am Abend rund drei Stunden nach der Tat festgenommen. Der Mann soll einen 30 Jahre alten Touristen aus Spanien im Stelenfeld des Mahnmals schwer verletzt haben - laut Polizei mit einem spitzen Gegenstand. Das Opfer war den Angaben nach am Abend in einem stabilen Zustand. Zum Motiv konnte die Polizei zunĂ€chst nichts sagen. 

Der mutmaßliche TĂ€ter hatte nach Schilderung der Polizei bei seiner Festnahme Blut an den HĂ€nden. Die Suche nach der Tatwaffe lief. Das Stelenfeld, das in der NĂ€he des Brandenburger Tors und der US-Botschaft liegt, war abgesperrt. Nach der Tat wurden auch einige Menschen von RettungskrĂ€ften betreut, die Zeugen des Geschehens geworden waren. 

Festgenommene war leicht bekleidet

Der VerdĂ€chtige werde in Polizeigewahrsam gebracht und von den Ermittlern weiter vernommen, sagte Polizeisprecher Florian Nath am Abend. Der Mann hatte nach Polizeiangaben keine Papiere bei sich und war leicht bekleidet. Das Landeskriminalamt 8 sei vorsorglich eingebunden worden, zustĂ€ndig fĂŒr islamistischen Terror. Anhaltspunkte dafĂŒr gab es den Angaben nach aber nicht. Auch die NationalitĂ€t des VerdĂ€chtigen sei unbekannt. 

«Wir haben mehrere Beweismittel gefunden», sagte Sprecher Nath am Abend. Die wĂŒrden jetzt untersucht. Auch nach der Festnahme ging die Suche am spĂ€ten Abend weiter. 

Das Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas des Architekten Peter Eisenman war im Mai 2005 der Öffentlichkeit ĂŒbergeben worden. Mit dem Stelenfeld und einem unterirdischen Informationsort wird in der Hauptstadt nahe dem Brandenburger Tor an die rund sechs Millionen ermordeten Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erinnert.

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