Ruhe und Sonne nach FeuerwehreinsÀtzen wegen Sturm «Poly»
06.07.2023 - 09:01:32Nachdem das Sturmtief «Poly» am Mittwoch durch Norddeutschland gezogen ist, hat sich die Lage in Hamburg und Schleswig-Holstein wieder normalisiert. «Das Sturmtief ist nun in Skandinavien angekommen. Es bringt uns heute nur noch ein paar Schauer, vielleicht auch mit Gewittern. Aber der Sonnenanteil ist schon deutlich höher», sagte Meteorologe Michael Bauditz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.
Die Feuerwehren im Land hatten am Mittwochabend wegen des Sturms alle HĂ€nde voll zu tun. So waren beispielsweise die Feuerwehren im Kreis Pinneberg zu mehr als 80 sturmbedingten EinsĂ€tzen unterwegs, die Kieler Kollegen zĂ€hlten 125 sturmbedingte EinsĂ€tze und in Hamburg wurden gut 170 EinsĂ€tze gezĂ€hlt. In fast allen FĂ€llen ging es um herabgestĂŒrzte Ăste, BĂ€ume, Dachziegel und Ă€hnliches. Es gab keine gröĂeren SchĂ€den.
«Relativ glimpflich davongekommen»
«Alles in allem kann man sagen, dass wir in Hamburg relativ glimpflich davongekommen sind», sagte eine Sprecherin dazu am Morgen. Und im Einsatzbericht des Kreises Pinneberg hieĂ es zudem: «Ein gleichstarker Sturm hĂ€tte im Winter kaum einen Anlass fĂŒr EinsĂ€tze geboten.» Am Donnerstag fahren den Angaben zufolge auch die Bahnen im Norden wieder wie geplant. Im Nordwesten Niedersachsens und rund um Bremen war der Bahnverkehr allerdings weiter eingeschrĂ€nkt, auf einzelnen Strecken fahren wegen entwurzelter BĂ€ume keine ZĂŒge, etwa zu den Touristen-Gebieten in Ostfriesland.
Das Sturmtief war am Mittwoch mit Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde durch den Norden geweht. Besonders stĂŒrmisch war es dabei an den KĂŒsten. Aber auch im Landesinneren pustete der Sturm mit 70 bis 80 Stundenkilometern. Im niedersĂ€chsischen Rhede an der Ems begrub ein entwurzelter Baum eine FuĂgĂ€ngerin unter sich. Die Frau wurde eingeklemmt und starb noch an der UnglĂŒcksstelle. Verletzte gab es sonst den Angaben zufolge nicht.
Am Donnerstag wird nun wieder ruhigeres Wetter erwartet. Im Alpenraum, im Nordwesten und Norden könne es noch einzelne Schauer oder Gewitter geben, teilte der DWD mit. Sonst sei es lÀnger sonnig.


