Zwei Kinder bei SchlittenunfÀllen gestorben
15.02.2026 - 16:02:00Zwei Kinder sind bei SchlittenunfĂ€llen in Mecklenburg-Vorpommern und in Ăsterreich gestorben.
Bei dem einen Unfall im Landkreis Rostock am Sonntagvormittag war nach ersten Erkenntnissen ein selbstgebastelter Schlitten aus Plastik hinter ein Auto gespannt und von diesem gezogen worden, wie die Polizei mitteilte. Auf dem Schlitten saĂen ein 11-JĂ€hriger und ein 13-JĂ€hriger sowie ein 11 Jahre altes MĂ€dchen. Bei einem Fahrmanöver auf dem Schnee soll der 37 Jahre alte Autofahrer die Kontrolle verloren haben, woraufhin der Schlitten mit einem Holzstapel kollidierte.
Dabei wurde der 11-jÀhrige Junge so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Die zwei anderen Kinder wurden leicht verletzt. Gegen den Fahrer, der laut Polizei mit keinem der Kinder verwandt ist, wird wegen fahrlÀssiger Tötung und Körperverletzung ermittelt. Zur weiteren Ermittlung der Unfallursache in der NÀhe der Gemeinde Kuchelmià kam ein SachverstÀndiger zum Einsatz.
Tödlicher Unfall auch in Ăsterreich: 13-JĂ€hrige stirbt
Auch in Ăsterreich war es zu einem tödlichen Rodelunfall gekommen. WĂ€hrend eines Skilagers einer MĂŒnchner Schule starb eine 13-JĂ€hrige, wie die Polizei in Salzburg mitteilte. Eine gleichaltrige SchĂŒlerin wurde bei dem UnglĂŒck im Skigebiet Rauris schwer verletzt.
Die SchĂŒlergruppe war am Donnerstagvormittag auf der Rodelbahn Kreuzboden bei Rauris unterwegs. Die beiden kamen nach Angaben der Polizei von der Piste ab und prallten gegen einen Baum. Eines der MĂ€dchen sei etwa 16 Meter tief ĂŒber steiles GelĂ€nde im Wald abgestĂŒrzt, hieĂ es. Die SchĂŒlerin wurde mit einem Helikopter in die UniversitĂ€tsklinik Salzburg geflogen, wo sie an ihren schweren Verletzungen starb.
Die andere 13-JÀhrige wurde direkt an der Unfallstelle von Ersthelfern versorgt und dann nach Schwarzach geflogen. Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum sei sie zunÀchst auf einer Intensivstation behandelt worden, sagte ein Krankenhaus-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Mittlerweile sei sie in stabilem Zustand und auf eine Normalstation verlegt worden, sagte er am Samstag.
SchĂŒlerinnen trugen Helme
Die SchĂŒlerinnen trugen laut Polizei Helme. Die Rodelbahn verlaufe getrennt von den Skipisten, sagte die Sprecherin. Wie es zu dem Unfall kam, war vorerst unklar. Die österreichische Alpinpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Die Befragung der MitschĂŒler und Lehrer sei noch nicht abgeschlossen, so die Polizeisprecherin.
Pro Jahr werden in Ăsterreich rund 280 Menschen in RodelunfĂ€lle verwickelt, wie eine Statistik des Kuratoriums fĂŒr alpine Sicherheit zeigt. Diese Daten, die sich auf den Zeitraum 2015 bis 2024 beziehen, umfassen Tote, Verletzte und Unverletzte. In dieser Zeit starben demnach jĂ€hrlich im Schnitt zwei Menschen beim Rodeln.
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