Brandenburg, Deutschland

Rohöl schießt meterhoch aus Pipeline in Brandenburg

10.12.2025 - 20:27:01

Ein kleines Leck mit großen Folgen: Nach SchĂ€tzungen der Feuerwehr sind in der Uckermark mehr als 200.000 Liter Öl aus einer Pipeline ausgetreten. Die Bergung dauert.

  • Die betroffene Pipeline gehört zur Raffinerie PCK. (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpa

    Patrick Pleul/dpa

  • Der Einsatz in Zehnebeck dĂŒrfte noch stundenlang dauern. - Foto: Carsten Koall/dpa

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Die betroffene Pipeline gehört zur Raffinerie PCK. (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpaDer Einsatz in Zehnebeck dĂŒrfte noch stundenlang dauern. - Foto: Carsten Koall/dpa

Aus einer Pipeline in Brandenburg sind nach einem Unfall mindestens 200.000 Liter Rohöl ausgetreten. Zu dem fatalen Defekt kam es nach Arbeiten an der Leitung, die von Rostock nach Schwedt fĂŒhrt. Das Öl sei in einer Pumpstation nahe Gramzow in der Uckermark aus einem kleinen Leck mit einem Druck von circa 20 Bar viele Meter hoch herausgeschossen, sagte der Abteilungsleiter der Feuerwehr Schwedt, Alexander Trenn, der Deutschen Presse-Agentur. Die Menge könne auch noch grĂ¶ĂŸer sein.

Vor Ort waren nach seinen Angaben etwa 100 KrĂ€fte der Feuerwehr, dazu etwa 25 Mitarbeiter der Raffinerie PCK, der die Leitung gehört. Auch nach Stunden trat am Abend noch Öl aus, wenn auch in geringerer Menge, wie Trenn sagte. Spezielle Saugwagen sollen nun das Öl, das zurzeit auf einem nassen Acker stehe, aufnehmen. Der Einsatz in Zehnebeck, etwa drei Kilometer vom Ortskern Gramzow entfernt, werde noch stundenlang dauern und auch am Morgen fortgesetzt, fĂŒgte er an.

PCK: Absichtliche Fremdeinwirkung kann ausgeschlossen werden

PCK erklĂ€rte, nach ersten Erkenntnissen sei das UnglĂŒck durch vorbereitende Arbeiten fĂŒr einen geplanten Sicherheitstest an der Pipeline verursacht worden. «Eine absichtliche Fremdeinwirkung kann derzeit ausgeschlossen werden.»

Zu einer möglichen Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers sagte der Feuerwehr-Abteilungsleiter Trenn, glĂŒcklicherweise sei der umliegende Ackerboden sehr nass vom Regen, so dass das Öl, das leichter als Wasser sei, quasi darauf schwimme und am Abend nicht tief ins Erdreich eingedrungen sei. Daher sei eine weitgehende Verunreinigung des Grundwassers zunĂ€chst unwahrscheinlich.

Brandenburgs Umweltministerium erklĂ€rte am Abend, Ministerin Hanka MittelstĂ€dt werde sich am Donnerstag (12.30 Uhr) vor Ort ein Bild ĂŒber das Ausmaß der SchĂ€den machen. Laut PCK waren Werkfeuerwehr, örtliche Feuerwehren, die Gefahrstoffeinheit Uckermark sowie die Werkseinsatzleitung der PCK mit schwerem GerĂ€t im Einsatz.

@ dpa.de

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