Italien, Notfall

Mittelalterlicher Turm in Rom stĂŒrzt ein – ein Verletzter

03.11.2025 - 13:55:54

Ein lauter Knall und eine riesige Staubwolke: Ein Teil des historischen Turms Torre dei Conti in Rom stĂŒrzt bei der Renovierung ein. Es gibt einen Verletzten, ein weiterer Mensch ist noch verschĂŒttet.

Im Zentrum Roms ist ein Teil eines mittelalterlichen Turms eingestĂŒrzt. Der Torre dei Conti liegt in der NĂ€he der bei Touristen beliebten AusgrabungsstĂ€tten der Kaiserforen und des Kolosseums und befindet sich derzeit in Renovierung. Wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete, wurde bei dem Einsturz in der italienischen Hauptstadt ein Mensch schwer verletzt.

Bei dem Verletzten handelt es sich Medienberichten zufolge um einen Bauarbeiter. Drei weitere Arbeiter waren zunÀchst auf der oberen Ebene eingeschlossen, konnten jedoch mit einer Drehleiter gerettet werden. Im Innern des GebÀudes ist noch ein weiterer Bauarbeiter eingeschlossen.

Der Mann gebe Lebenszeichen von sich, sagte der PrÀfekt von Rom, Lamberto Giannini, vor Journalisten. Die Rettungsaktion sei jedoch eine «komplexe Operation». Die Gefahr eines weiteren Einsturzes sei sehr hoch, sagte Giannini.

Lauter Knall und große Staubwolke

Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall und anschließend von einer Staubwolke in den engen Straßen rund um die Gegend. Feuerwehr und Polizei sperrten umgehend nach dem Teileinsturz den gesamten Bereich fĂŒr FußgĂ€nger und Autos, um Sicherungsarbeiten der EinsatzkrĂ€fte zu ermöglichen.

Noch wĂ€hrend des Einsatzes der Feuerwehr stĂŒrzte ein weiterer Teil des Turms ein und löste eine Staubwolke aus. Die Feuerwehrleute auf einer Drehleiter konnten rechtzeitig absteigen und sich in Sicherheit bringen, hieß es.

Historischer Turm im 13. Jahrhundert errichtet

Der Torre dei Conti wurde im 13. Jahrhundert wÀhrend des Pontifikats von Papst Innozenz III. errichtet. Der Turm, der heute 29 Meter hoch ist, war einst etwa 50 bis 60 Meter hoch. Die oberen Stockwerke wurden jedoch durch eine Reihe von Erdbeben im 14. und 17. Jahrhundert beschÀdigt und spÀter abgetragen. Seit geraumer Zeit ist das GebÀude unbewohnbar und verlassen.

@ dpa.de