Rulantica-Prozess: Mehrere Jahre Haft nach Kindesmissbrauch
Veröffentlicht am: 04.03.2026 um 13:12 Uhr | dpa.deNach dem Weglocken und sexuellen Missbrauch eines MĂ€dchens aus dem sĂŒdbadischen Erlebnisbad Rulantica ist ein Mann vom Landgericht Freiburg zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte das damals sechs Jahre alte Kind nach eigenen Angaben im Sommer 2025 aus dem Bad des Europa-Parks in Rust gelockt und missbraucht.Â
Der 31-JĂ€hrige soll das MĂ€dchen im Bad angesprochen und ihm Hilfe angeboten haben. Dann fĂŒhrte er das Kind laut Gericht aus dem Bad und in ein nahes Maisfeld, um es zu missbrauchen. Als es sich dort immer wieder wehrte, warf der Mann das Kind in ein GebĂŒsch an einer StraĂe und lieĂ es allein zurĂŒck.Â
Erst Stunden spĂ€ter wurde das MĂ€dchen mehrere Kilometer vom Bad entfernt entdeckt â verletzt, verĂ€ngstigt und nur mit Bikini und Badeschlappen bekleidet. Dem Angeklagten wurde unter anderem sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen.
Was der Angeklagte einrĂ€umtÂ
Vor dem Landgericht hatte der RumĂ€ne zum Prozessauftakt die VorwĂŒrfe eingerĂ€umt. «Ich bereue sehr, dass das geschehen ist. Ich kann mir auch nicht erklĂ€ren, wie es dazu kommen konnte», hatte er ĂŒber seinen Anwalt erklĂ€ren lassen. Nach dem Missbrauch war der Mann untergetaucht und eine Woche spĂ€ter in seiner osteuropĂ€ischen Heimat festgenommen worden. Beamte identifizierten ihn anhand von Zeugen und Videoaufnahmen, die der Europa-Park als Betreiber von Rulantica zur VerfĂŒgung gestellt hatte.
Was der Europa-Park geÀndert hat
Der Europa-Park teilte auf Anfrage mit, man Ă€uĂere sich nicht zu laufenden Gerichtsverfahren. Nach der Tat seien die Sicherheitsvorkehrungen verschĂ€rft worden. Unter anderem werden Eltern nun stĂ€rker sensibilisiert, sie können zudem ein Armband mit ihrer Telefonnummer fĂŒr ihre Kinder bekommen. Laut Europa-Park wurden auch die Kontrollen beim Ein- und Auslass erweitert.
