Kinder, Bremen

Ermittlungen wegen Totschlags nach Fund von totem SĂ€ugling

27.11.2025 - 14:26:43

Ein Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes machte die Entdeckung am Dienstag. Jetzt gibt es weitere Erkenntnisse.

Nach dem Fund eines toten SĂ€uglings auf einem Bremer Recyclinghof ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen Totschlags. Das teilten die Behörden mit. Demnach gehen sie davon aus, dass das circa zwei Tage alte MĂ€dchen zwischen dem 21. November und 25. November 2025 in einen MĂŒllcontainer abgelegt wurde.

Da in dem Fall weiter zahlreiche Fragen offen sind, haben die Ermittler ein Hinweisportal eingerichtet und bitten um Mithilfe aus der Bevölkerung. Sie erhoffen sich beispielsweise Hinweise zu verdĂ€chtige Beobachtungen im Umfeld von MĂŒllcontainern. Weitere offene Fragen sind etwa die IdentitĂ€t des Kindes sowie der Eltern. 

«Die noch unbekannte Mutter des kleinen MĂ€dchens könnte sich in einer extrem belastenden, möglicherweise ausweglosen Situation befunden haben und dringend Hilfe benötigen», hieß es in einer Pressemitteilung.

SĂ€ugling im Bauschutt gefunden

Der SÀugling wurde am Dienstagmorgen vom Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes beim Sortieren von Bauschutt im Stadtbremer Hafengebiet entdeckt. Bei dem Fundort handelt es sich um ein FirmengelÀnde im Bereich IndustriehÀfen nördlich der Weser im Nordwesten der Hansestadt. Das Kind sei schwer verletzt gewesen und auch an seinen Verletzungen gestorben. Wie und wodurch der SÀugling verletzt wurde, ist weiter unklar.

Laut dem Obduktionsergebnis kam das MĂ€dchen lebend zur Welt. Es habe auch noch gelebt, als es abgelegt wurde. Wo das Kind abgelegt wurde und wie es zu dem Recyclinghof kam, ist offen. Es sei nicht auszuschließen, dass das MĂ€dchen mit einem Bauschutt-Transport zu dem Recyclinghof gelangt sei.

@ dpa.de